Wann haben Birnen Saison?

Mittlerweile gibt es mehr als 5.000 Birnensorten, von denen etwa 700 aus Deutschland stammen. Sie unterscheiden sich nicht nur in Aussehen, Geschmack und Saftgehalt, sondern zeichnen sich jeweils durch unterschiedliche Reifezeiten aus. Es gibt frühe, mittlere und späte Sorten.

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Birnen werden ab August geerntet

Herbstzeit ist Erntezeit

Die Hauptsaison erstreckt sich von August bis November. Einige frühe Sommerbirnen sind bereits ab Juli erntereif, während Winterbirnen die Nebensaison von Dezember bis Januar prägen. Solche Sorten benötigen allerdings milde Wintertemperaturen, da ihre Früchte bei Frost schnell erfrieren.

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Birnensorten im Überblick:

  • Sommerbirne: ‚Honigbirne‘ und ‚Blutbirne‘
  • Herbstbirne: ‚Napoleons Butterbirne‘ und ‚Gute Luise‘
  • Winterbirne: ‚Doppelte Philippsbirne‘ und ‚Gute Graue‘

Tafel-, Koch- und Mostbirnen

Neben der Einteilung der Sorten aufgrund ihrer Reifezeit gibt es weitere Kategorien. Kochbirnen zeichnen sich durch eine feste Konsistenz aus. Ihr Fruchtfleisch wird erst durch den Kochprozess weich.

Diese Birnen gelten als die Vorfahren der Tafelbirnen, welche sich für den direkten Verzehr eignen. Sie schmecken überwiegend süß und haben ein dezentes bis kräftiges Aroma. Die Fruchtsorten sind ein typischer Bestandteil in der Küche und werden zu Birnenkompott und -mus verarbeitet, oder dienen als Beilage zu Wildgerichten.

Auf Streuobstwiesen wachsen häufig Mostbirnen, die zwischen Wild- und Kulturbirnen stehen. Wegen des hohen Gerbstoffgehalts eignet sich dieses Obst für die Herstellung von Most und Birnenwein.

Wie Birnen reifen

Birnen gehören zu den klimakterischen Früchten, die das Reifegas Ethylen produzieren. Wenn Sie Birnen ernten und einlagern, reifen sie innerhalb der nächsten vier bis 14 Tage nach. Der einmal begonnene Prozess der Nachreifung kann zwar verlangsamt, aber nicht aufgehalten werden. Im Handel werden Tafelbirnen genussreif angeboten, sodass ihre Lagerfähigkeit begrenzt ist. Die Erntereife der Früchte liegt nah am Zeitpunkt der Essreife.

Genussreife erkennen

Das Obst verliert seine grüne Grundfarbe und erscheint zur Reife gelblich. Meist sind die sonnenzugewandten Seiten rötlich gefärbt. Gibt das Fruchtfleisch am Stielende bei Druck leicht nach, sind die Früchte reif für den direkten Verzehr. Achten Sie auf eine unbeschädigte und glatte Schale. Braune Flecken deuten auf einen überreifen Zustand hin. Verwechseln Sie diese Stellen nicht mit der braun gefärbten und rau erscheinenden Berostung. Dieses Erscheinungsbild ist unproblematisch und typisch für die Sorte ‚Abate Fetel‘.

Erntereife bestimmen

Je reifer Sie Ihre Birnen pflücken, desto geringer ist die Haltbarkeit bei der Lagerung. Ernten Sie die Früchte unreif, lassen sich diese über einen längeren Zeitraum einlagern. Warten Sie für die erste Ernte die Essreife ab. Solche Früchte sollten Sie in den nächsten drei Tagen verarbeiten. In den folgenden Jahren dient Ihnen dieser erste Erntezeitpunkt als Orientierung. Ernten Sie den Baum etwa zwei bis drei Wochen vorher ab. Diese Auslese erweist sich bei fünf bis zehn Grad als gut lagerfähig.

Text: Christine Riel
Artikelbild: PhotoJuli86/Shutterstock

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