Höhere Erträge mit dem richtigen Beerendünger

Beim Anbau von Beeren im eigenen Garten kommt es nicht nur auf einen geeigneten Standort, sondern auch auf die richtige Düngung an. Insbesondere beim langfristigen Anbau auf einer Fläche sollten Sie für einen konstanten Nachschub der benötigten Nährstoffe sorgen.

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Beerendünger ist reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium

Die Verwendung von speziellem Beerendünger

Ihre Beeren im Garten werden nicht unbedingt Schäden davontragen, wenn Sie diese einmal mit einem normalen Volldünger oder aus Versehen mit einem speziellen Blühpflanzendünger (12,68€ bei Amazon*) düngen. Es macht sich in der Erntezeit aber durchaus bezahlt, wenn sie bei der Düngung auf die besonderen Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Glücklicherweise eignen sich spezielle Beerendünger immerhin gleichermaßen für Erdbeeren, Himbeeren oder Beerensträucher wie Johannisbeeren und Kulturheidelbeeren. Die Hauptbestandteile von chemisch hergestelltem Beerendünger sind:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium

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Abgekürzt wird diese Düngerart daher oft auch nach den chemischen Symbolen der Bestandteile als NPK-Dünger bezeichnet. Manchmal enthält NPK-Dünger für Beerenpflanzen zusätzlich auch Magnesium oder wird mit organischem Material vermengt in granulierter Form verkauft.

Unterschiede zwischen Fest- und Flüssigdünger

Bei den im Handel erhältlichen Düngerarten kann grundsätzlich zwischen festem Dünger in granulierter, gekörnter oder pulveriger Form und Flüssigdünger unterschieden werden. Fester Dünger hat eine bessere Langzeitwirkung und kann in der Regel besser dosiert werden. Dafür sind Flüssigdünger besser auf die Bedürfnisse von Kübelpflanzen zugeschnitten und können dem Gießwasser beigemischt werden. Eine gute Grundregel ist es, Topfpflanzen eher mit Flüssigdünger und Freilandpflanzen eher mit festen Düngerformen zu versorgen. Gekörnter oder in Pulver- und Granulatform zu verabreichender Dünger ist in der Regel günstiger zu bekommen als Flüssigdünger. Während Flüssigdünger in geringerer Menge wiederholt ausgebracht wird, handelt es sich bei festen Düngervarianten um Langzeitdünger, die im Frühjahr bzw. spätestens bis zur Blütezeit von beerentragenden Pflanzen ausgebracht werden sollten.

Biologischen Dünger für Beeren selbst herstellen

Es gibt durchaus Möglichkeiten, auf chemische Düngemittel im eigenen Obst- und Gemüsegarten zu verzichten. So können schon bei der Pflanzung von Beeren Hornspäne (6,39€ bei Amazon*) als Langzeitdünger in den Boden eingebracht werden. Auch reifer Kompost und verschiedene Arten von Viehmist werden traditionell für die Düngung im Beerengarten verwendet. Wird beispielsweise Pferdemist als Flächendüngung im Erdbeerbeet verwendet, ergibt sich durch die Zerfallsreaktionen im organischen Material eine durchaus bemerkenswerte Wärmeabgabe an den Boden und die Pflanzen. Biologischer Dünger in Flüssigform lässt sich unkompliziert herstellen, wenn Brennesseln beim Jäten von Unkraut in ein Wasserfass eingeweicht werden. So stellen Sie Ihre eigene Brennesseljauche her, die Sie nach etwa einem Monat verdünnt als Dünger nutzen können.

Die wechselnde Mulchdecke im Erdbeerbeet

Es ist üblich, in einem Erdbeerbeet spätestens zur Blütezeit sauberes Stroh als bodenbedeckende Mulchschicht auszubreiten. So wird der Boden nicht nur vor Austrocknung geschützt, auch die Früchte liegen sauber und trocken auf und können so in besserer Qualität geerntet werden. Nach der Ernte wird das Stroh gegen eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und reifem Kompost ausgetauscht, sodass eine langfristige Bodenverbesserung stattfinden kann.

Tipps

Während bei organischen Düngemitteln wie Kompost und Hornspäne kaum eine Überdüngung der Pflanzen möglich ist, sollten Sie bei speziellem Beerendünger aus dem Handel stets auf die angegebenen Dosierungshinweise achten.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: encierro/Shutterstock

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