Die Bananen-Saison im Garten

Bananen haben im Supermarkt ganzjährig Saison. Wer die Südfrüchte im hauseigenen Garten ernten möchte, muss perfekte Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum schaffen. Die Gewächse sind äußerst anspruchsvoll, was die Pflege betrifft, und blühen nur sehr selten.

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Bananenpflanzen tragen in Deutschland nur selten Früchte

Saison im eigenen Garten

Bananenstauden eignen sich unter mitteleuropäischen Bedingungen für die Kultivierung im Kübel. Bananen wachsen bei milden Verhältnissen auch im Freiland, wo sie ganzjährig in der Erde stehen dürfen. Der Fokus der Pflege liegt bei dieser Kultivierungsform dennoch auf dem Schutz vor der Kälte. Die Bananensorten haben unterschiedliche Präferenzen an den Standort.

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Zimmerpflanzen

Fruchttragende Zuchtformen benötigen viel Wärme und fühlen sich in einem temperierten Wintergarten wohl. Musa x paradisiaca ist die bekannteste Kultursorte, die Früchte hervorbringt. Da ihre Wuchsgröße nicht für das Platzangebot in Wintergärten geeignet ist, sollten Sie auf zwergwüchsige Züchtungen ausweichen. ‚Dwarf Cavendish‘ und ‚Sumatra‘ sind Sorten der Zwergbananenstaude Musa acuminata. Ihre Beerenfrüchte eignen sich als Dessert- oder Kochbananen.

Freilandstauden

Robustere Bananensorten dürfen grundsätzlich ganzjährig im Garten wachsen, oder verbringen die frostige Jahreszeit im Kalthaus. Die Japanische Faserbanane Musa basjoo gedeiht mit einem Winterschutz im Freiland. Allerdings lässt es die kurze Vegetationsperiode Mitteleuropas nicht zu, dass die Staude Blüten und Fruchtstände bildet. Sie übernimmt die Funktion der Dekoration, denn mit ihren riesigen Blättern sorgt sie für eine tropische Atmosphäre.

Fruchtreife fördern

Damit eine Bananenpflanze Früchte ansetzt, müssen die Voraussetzungen stimmen. Die tropischen Gewächse mögen einen sonnigen, warmen und geschützten Standort im Garten, an dem sie sich frei entfalten können. Sorgen Sie für ausreichend Platz zu den Seiten, damit die Blätter beim Vorbeistreifen keinen Schaden nehmen. Auch der Pflanzkübel sollte nicht zu klein bemessen sein. Ideal ist ein Volumen von 50 Liter. Die Pflanzen mögen eine durchlässige und lehmfreie Erde, in der keine Staunässe entsteht und die nährstoffreiche Eigenschaften gewährleistet.

Die ideale Substratmischung:

  • 70 Prozent feine Komposterde
  • Kokosfasern mit einem Anteil von 20 Prozent
  • zehn Prozent Quarzsand

Richtig pflegen

Bananenpflanzen lieben feuchte Bedingungen und erfordern eine regelmäßige Bewässerung. In trockenen und heißen Sommermonaten müssen Sie das Gewächs täglich gießen. Die Tropengewächse bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit, die bei etwa 70 Prozent liegt. Einmal pro Woche sollten Sie die Banane düngen. Während der Wachstumsphase von Mai bis August benötigen die Stauden viel Stickstoff, denn sie erweisen sich als Starkzehrer. Sobald sich Blütenknospen zwischen den Blättern zeigen, verabreichen Sie einen kaliumbetonten Dünger.

Wann blühen Bananen?

Die richtigen Pflege- und Standortbedingungen sind Voraussetzung für die Blütenentwicklung. Es erfordert viel Geduld, bis eine Bananenpflanze erstmalig blüht. Das geschieht in der Regel, nachdem die Hautpflanze mehrere Ableger in Stammbasis entwickelt hat. Auf diese Weise sichert sich die Pflanze das Überleben, denn der Haupttrieb stirbt nach der Fruchtbildung ab.

Text: Christine Riel
Artikelbild: pisitpong2017/Shutterstock

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