Bambusdünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Damit die Bambuspflanzen kräftig wachsen und gedeihen, brauchen sie den richtigen Dünger. Gut geeignet ist ein spezieller Bambusdünger, der einen sehr hohen Anteil an Stickstoff besitzt und deshalb die besonderen Bedürfnisse der außergewöhnlichen Süßgräser erfüllt. Welche Arten des Spezialdüngers es gibt, wie sie zusammengesetzt sind und wie Sie sie richtig anwenden, damit die Halme kräftig wachsen und ihre schöne grüne Färbung behalten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

bambusduenger
Damit Bambus gut wächst, braucht er ausreichend Nährstoffe

Unsere Empfehlungen

Menge 250 Milliliter
Düngerart mineralisch
Düngeform Flüssigdünger
Inhaltsstoffe synthetisch
NPK-Zusammensetzung 9+3+4,5
Weitere Nährstoffe mit Spurenelementen wie Kupfer und Zink
Preis/l ca. {PREIS/0,25} EUR

Dieser hochwertige Spezialdünger des Herstellers Green24 enthält alles, was Bambus braucht. Überdies eignet sich das Produkt auch zum Düngen anderer Gräser. Es handelt sich um ein Düngerkonzentrat, welches verdünnt werden muss. Je nach empfohlener Dosierung reicht eine Flasche mit 250 Millilitern Inhalt für 60 bis 125 Liter fertig gemischten Flüssigdünger. Die enthaltenen Nährstoffe sind den Bambuspflanzen sofort verfügbar, allerdings besitzt das Düngemittel keine Langzeitwirkung und muss daher regelmäßig verabreicht werden. Der vom Hersteller empfohlene Düngezeitraum liegt zwischen April und August / September. Sie können mit diesem Produkt nicht nur in den Garten gepflanzte Bambusse düngen, sondern auch Kübelexemplare bzw. Pflanzen, die nur in Wasser kultiviert werden. Neben einer Wurzel- ist auch eine Blattdüngung möglich.

Menge 700 Gramm
Düngerart mineralisch
Düngeform fest, Düngeperlen
Inhaltsstoffe synthetisch
NPK-Zusammensetzung 18+6+7
Weitere Nährstoffe enthält Silizium, Eisen und Magnesium
Preis/kg ca. {PREIS/0,7} EUR

Mit diesem Langzeitdünger des Markenherstellers Compo brauchen Sie Ihre Bambuspflanzen lediglich einmal in der Saison zu düngen – aufgrund der drei Monate anhaltenden Langzeitwirkung ist in der Regel eine Gabe im Frühjahr – optimalerweise zu Beginn des Austriebs im April – ausreichend. Der synthetische Dünger enthält einen sehr hohen Anteil an Stickstoff, welcher für den schnell und stark wachsenden Bambus der wichtigste Nährstoff ist. Phosphor wiederum ist für die Entwicklung der Wurzeln relevant, die mit dem Halmwachstum Schritt halten müssen. Kalium wiederum stärkt das Blatt, Eisen und Magnesium sorgen für eine kräftige, gesunde Blattfarbe. Des Weiteren ist dem Produkt Silizium zugegeben, welches das Wachstum und die Entwicklung insbesondere junger und frisch gepflanzter Bambusse fördern soll. Die Amazon-Kunden bewerten den Dünger überwiegend als sehr gut, wirkungsvoll und leicht anzuwenden, allerdings wird auch die geringe Menge sowie der vergleichsweise hohe Preis bemängelt.

Menge 5 Kilogramm
Düngerart organisch-mineralisch
Düngeform fest, Granulat
Inhaltsstoffe u. a. Seevogelguano, Humus, Ton- und Diatomeenerde
NPK-Zusammensetzung 9+6+4
Weitere Nährstoffe Magnesium
Preis/kg ca. {PREIS/5} EUR

Wer Wert auf einen organisch wirksamen Langzeitdünger legt, ist mit diesem Produkt gut beraten. Hier sind die Nährstoffe an einem Ton-Humus-Komplex gebunden, werden nach und nach an die Pflanzen abgegeben und verbessern zudem die Bodenstruktur und damit langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Anstatt dass die Nährstoffe dem Bambus sofort verfügbar sind (und ein großer Teil davon ungenutzt in der Erde versickert), können die Pflanzen dauerhaft auf einen im Tongranulat gespeicherten Vorrat zurückgreifen und werden so gleichmäßig versorgt. Der Toolisan Bambusdünger wirkt bis zu drei Monate und kann auch in Wasserschutzgebieten verwendet werden.

Kaufkriterien

Düngerart

Mineralischer Dünger: Der große Vorteil an Mineraldüngern ist, dass die darin enthaltenen Nährstoffe sofort für die Pflanzen verfügbar sind. Allerdings verbirgt sich darin auch ein großer Nachteil, denn was nicht sofort verbraucht wird, versickert im Boden und landet schlussendlich im Grundwasser. Zudem sind mineralische Dünger synthetisch hergestellt, sodass sie keinerlei positiven Einfluss auf das Bodenleben haben und sogar die natürliche Humusbildung behindern können.

Organischer Dünger: Diese Nachteile haben organische Dünger nicht, denn die in Kompost, Stallmist und anderen organischen Stoffen enthaltenen Nährstoffe werden durch den Zersetzungsprozess nach und nach frei, sodass diese Düngemittel einen natürlichen Langzeitdünger ergeben. Problematisch ist dabei nur, dass die Inhaltsstoffe nicht sofort für Pflanzen verfügbar sind.

Organisch-mineralischer Dünger: Organisch-mineralische Düngemittel kombinieren die Vorteile beider vorgenannten Düngerarten, sodass die Bambuspflanzen sowohl über sofort wirksame als auch nach und nach freigesetzte Nährstoffe verfügen können und somit gleichmäßig versorgt werden.

Düngerform

Flüssigdünger: Bei Flüssigdüngern handelt es sich in der Regel um Konzentrate, die mit dem Gießwasser zunächst verdünnt und anschließend ausgebracht werden. Viele flüssige Bambusdünger lassen sich sowohl als Wurzel- sowie auch als Blattdünger verwenden, wobei letzteres insbesondere bei in Wasser- bzw. Hydrokultur kultivierten Exemplaren sinnvoll ist. Flüssigdünger besitzen in der Regel keine Langzeitwirkung.

Feste Dünger: Feste Dünger in Granulat- oder Perlenform sind einfach und vielfältig anzuwenden. Sie können sie beim Pflanzen des Bambusses mit ins Pflanzloch geben, beim Düngen etablierter Pflanzen auf den Wurzelbereich geben und leicht in die Erde einarbeiten oder auch in Wasser auflösen und die Bambuspflanzen damit gießen.

Inhaltsstoffe

Bei vielen Bambusdüngern handelt es sich um synthetische, d. h. künstlich hergestellte und genau zusammengestellte Nährstoffverbindungen. Düngemittel mit organischen Anteilen hingegen brauchen hohe Anteile stark stickstoffhaltiger Ausgangsstoffe. Seevogel-Guano oder auch Stallmist erfüllt diese Voraussetzungen, wobei manche Hersteller allerdings auch auf Abfallprodukte aus der Lebensmittel, Genuss- und Futtermittelindustrie zurückgreifen. Daran ist grundsätzlich nichts verwerfliches, allerdings können dabei auch tierische Stoffe wie Knochen-, Haar- und Federmehle zum Einsatz kommen. Diese Stoffe stammen aus der Fleischindustrie.

Zusammensetzung

Es wurde bereits erwähnt, dass Bambusdünger einen hohen Stickstoffanteil besitzen muss. Bambus ist ein sehr stark und schnell wachsendes Gras, was für ein kräftiges und gesundes Wachstum vor allem Stickstoff braucht – allerdings nicht nur. Ein ebenfalls hoher (aber deutlich geringerer als der Stickstoffanteil) Anteil an Phosphor sorgt für ein starkes Wurzelwachstum, denn das Wurzelsystem muss mit dem Wachstum der oberirdischen Halme Schritt halten. Nur so kann die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser sichergestellt werden. Kalium wiederum stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen, Eisen und Magnesium sorgen für ein kräftiges Blattgrün.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man Bambusdünger auch für andere Pflanzen verwenden?

Bambusdünger können Sie auch für andere Gräser verwenden, lediglich für die Rasendünger ist dieser Spezialdünger aufgrund der höheren benötigten Mengen wahrscheinlich zu teuer. Außerdem eignet sich Bambusdünger für andere nicht blühende Zierpflanzen, die ebenfalls einen hohen Stickstoffbedarf haben. Blühpflanzen sollten Sie mit diesem Spezialdünger nicht versorgen, da Stickstoff das Triebwachstum anregt und die Blüte anschließend darunter leidet.

Lässt sich Bambus nicht auch mit Blaukorn düngen?

Grundsätzlich können Sie Ihren Bambus auch mit Blaukorn düngen, da dieser mineralische Dünger einen hohen Stickstoffgehalt besitzt. Allerdings ist er auch sehr salzhaltig, was die Gräser wiederum nicht besonders mögen. Deshalb verwenden Sie Blaukorn (und andere synthetische NPK-Dünger) nur schwach dosiert sowie nach Möglichkeit lediglich als flüssigen Dünger für Kübelbambus.

Eignen sich Hornspäne und Kompost als Bambusdünger?

Kompost und Hornspäne bzw. Hornmehl eignen sich sehr gut zur Düngung von Bambuspflanzen. Hierzu mulchen Sie den Bambus bereits bei der Pflanzung mit einer fünf Zentimeter dicken Schicht aus Hornmehl und Kompost (vorzugsweise Grünschnittkompost) und erneuern diese immer wieder. In späteren Jahren sollte die Mulchung einmal jährlich im April erfolgen, bei Bedarf ein zweites Mal im Juni. Darüber hinaus können Sie den Bambus mit einer selbst angesetzten Pflanzenjauche aus Brennnesseln bzw. Beinwell versorgen.

Welche Hersteller bieten gute Bambusdünger an?

Mit der Wahl von Produkten namhafter Markenhersteller wie Compo oder Neudorff machen Sie grundsätzlich nichts verkehrt. Speziell für Bambus empfiehlt sich zudem Toolisan, ein organisch-mineralischer Dünger, welcher auch in Baumschulen verwendet wird. Auch Green24, ein Hersteller mit Sitz in Bochum, bietet hochwertige Spezialdünger nicht nur für Bambus an.

Wo kann man Bambusdünger kaufen?

Bambusdünger ist ein recht spezielles Düngemittel, was in lokalen Bau- oder Gartenfachmärkten nicht immer erhältlich ist. Insbesondere, wenn Sie ein ganz bestimmtes Produkt erwerben wollen, können Sie Pech haben und dieses nicht in Ihrem bevorzugten Markt erhältlich sein. Daher empfiehlt sich in diesem Fall der Kauf im Internet.

Kann ich nicht auch Rasendünger für meinen Bambus nehmen?

Da Rasendünger in seiner Zusammensetzung auf die Bedürfnisse schnell wachsender Gräser abgestimmt ist, können Sie ihn auch für die Düngung von Bambuspflanzen verwenden. Achten Sie jedoch darauf, reinen Dünger ohne jegliche Zusätze zu nehmen. Rasendünger mit Unkraut- oder Moosvernichtungsmittel eignen sich nicht für die Bambusdüngung.

Text: Ines Jachomowski

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