Gartenteich mit Bachlauf selber bauen und anlegen

Nur wenige Gartenbesitzer dürften einen natürlichen Bach über ihr Grundstück fließen haben. Glücklicherweise lässt sich ein solcher Wasserlauf mit vergleichsweise wenig Aufwand selbst bauen. Praktisch ist es, gleich den dazu passenden Teich mit anzulegen - dieser dient dann als Wasserfangbecken, in dessen Tiefen die Wasserpumpe frostgeschützt installiert wird und das Wasser kontinuierlich im Kreislauf hält.

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Ein Bachlauf erhöht die Wasserqualität im Teich

Gartengestaltung mit Wasser

Wasser hat eine ungemein beruhigende Wirkung auf das menschliche Gemüt, weshalb der geplante Bachlauf bestenfalls in der Nähe einer Sitzgelegenheit geplant wird. Hier lässt es sich nach getaner Arbeit wunderbar ausruhen, während man dem plätschernden Wasser lauscht und dabei vielleicht tanzende Libellen beobachten kann. Daneben können Gewässer ganz konkrete Aufgaben in puncto Gartengestaltung erfüllen, etwa, indem verschiedene Gartenräume angelegt bzw. unterteilt oder auch miteinander verbunden werden.

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Vorteile eines Bachlaufs für einen Fischteich

Gerade, wenn im geplanten Gartenteich Fische gehalten werden sollen, ist ein Bachlauf für die Sicherung einer hohen Wasserqualität von Vorteil. Viele Wasser- bzw. Uferpflanzen reinigen das durchfließende Wasser, indem sie überschüssige Nährstoffe herausfiltern. Zudem wird das Wasser während des Durchlaufens mit Sauerstoff angereichert, insbesondere, wenn Sie Verwirbelungen und / oder Staustufen oder sogar einen Wasserfall einbauen. Somit wirkt der Bach als natürlicher Wasserfilter, was allerdings den künstlichen Filter samt Wasserpumpe alles andere als überflüssig werden lässt. Allerdings dürften Sie mit wesentlich weniger chemischen Einsatz auskommen, was wiederum den Goldfischen zugutekommt.

Teich und Bachlauf anlegen – Tipps und Hinweise

Teich und Bachlauf in einem Arbeitsgang zusammen anzulegen, hat unbestreitbar Vorteile. So können Sie den Erdaushub vom Teich etwa nahtlos für das Bachgefälle verwenden, zudem lässt sich so eine bessere Verbindung beider Gewässer erreichen als durch einen nachträglichen Einbau. Besonders einfach machen Sie es sich, wenn Sie zueinander passende Fertigteile kaufen und diese miteinander verbinden.

Gefälle anlegen

Damit das Wasser durch das Bachbett fließen kann, ist ein Gefälle von wenigstens zwei Prozent, besser noch zwischen drei und fünf Prozent Steigung notwendig. Sofern Sie den Bachlauf nicht an einem ohnehin vorhandenen Hang anlegen wollen, schaffen Sie eine solche Steigung mittels des Erdaushubs vom Teich. Wird der Hügel recht steil, so sollten Sie einige Staustufen einplanen. Mit diesen kontrollieren Sie die Fließgeschwindigkeit des Wassers, zudem erzielen sie eine interessante Optik. Der Teich in seiner Funktion als Wasserauffangbecken sollte übrigens immer am tiefsten Punkt des geplanten Ensembles liegen.

Teich und Bachbett miteinander verbinden

Beide Gewässer müssen nahtlos und wasserdicht miteinander verbunden werden, damit die Wasserverluste so gering wie möglich gehalten werden. Dies erzielen Sie durch Verwendung von

  • Kunststoffschalen
  • Beton
  • und Teichfolie.(14,30€ bei Amazon*)

Dieselben Materialien benötigen Sie auch, um sowohl das Teich- als auch das Bachbett wasserfest auszukleiden. Übrigens ist Beton allein nicht wasserfest und muss daher entsprechend behandelt werden. Dies kann mit flüssiger Teichfolie (wird aufgesprüht oder verstrichen) oder mittels so genanntem Dichtpulver erreicht. Zusammen mit Wasser rühren Sie damit eine streichfähige Masse an, die wie Farbe aufgetragen wird.

Tipps

In Sachen Bepflanzung ist weniger oft mehr. Achten Sie zudem darauf, dass an den Rändern von Teich und Bachlauf eine Kapilliarsperre installiert wird. Diese verhindert, dass die Uferbepflanzung die Gewässer im wahrsten Sinne des Wortes leer säuft.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: LifestyleStudio/Shutterstock

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