Astschere – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einer Astschere bekommen Sie auch kräftigere Äste durch, bei denen die normale Gartenschere versagt. Worauf es beim Kauf des praktischen Gartenhelfers zu achten gilt und welche Modelle besonders empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

astschere
Es gibt verschiedene Arten von Astschere

Unsere Empfehlungen

Typ Amboss mit Getriebe
Schnittstärke 55 mm
Länge der Arme 80 cm
Griffmaterial Aluminium, Kunststoff
Klingenmaterial rostfreier Stahl
Antihaftbeschichtet ja

Die meisten Amazon-Rezensenten zeigen sich von der Amboss-Astschere von Fiskars begeistert. Durch das Getriebe soll der Kraftaufwand selbst beim Schneiden dickerer Äste mit einem Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern sehr gering sein. Weiterhin äußern sich viele Kunden positiv zum Schnittergebnis. Dieses ist angeblich – trotz des Amboss-Mechanismus‘ – überraschend sauber. Manche Käufer beweisen dies sogar anhand aussagekräftiger Bilder. Auch die Handhabung wird als angenehm beschrieben. Einige Zitate zu dieser Fiskars-Astschere: „Luxus für die Gartenarbeit“, „Schere schneidet hervorragend“, „Jeder Ast ein Streichholz“.

Typ Bypass
Schnittstärke 42 mm
Länge der Arme 65 – 90 cm
Griffmaterial Aluminium, Kunststoff
Klingenmaterial rostfreier Stahl
Antihaftbeschichtet ja

Auch die Bypass-Astschere Telecut von Gardena erfreut sich beim Großteil der Amazon-Rezensenten enormen Zuspruchs. Zwar ist ihre Schnittstärke geringer als bei den beiden anderen von uns empfohlenen Astscheren; da sie allerdings ohnehin nur für frische Äste und Zweige infrage kommt, stört das kaum. Die Ausführung wird von vielen als ein Top-Modell befunden, das besser sei als einige andere Varianten. Dank der praktischen Teleskoparme lässt sich die Armlänge variieren. Dabei soll der Feststellmechanismus erstaunlich stabil sein.

Typ Amboss
Schnittstärke 50 mm
Länge der Arme 65 – 90 cm
Griffmaterial Aluminium, Kunststoff
Klingenmaterial rostfreier Stahl
Antihaftbeschichtet ja

Den dritten Rang in unserem Astscheren-Vergleich auf Basis echter Amazon-Rezensionen verdient sich die Amboss-Astschere Premium Plus von WOLF-Garten. Ebenso wie das Modell von Gardena bringt sie teleskopierbare Scherenarme mit. Auch hinsichtlich Materialien und Verarbeitung gibt es keine wesentlichen Unterschiede zu den erst- und zweitplatzierten Astscheren. Die Käufer bei Amazon sprechen in den meisten Fällen von einem „Top-Teil“ und „sehr hoher Qualität“. Manche ergänzen, dass Frauen die Astschere problemlos verwenden können, da sie recht wenig Kraftaufwand erfordern soll.

Kurzum sind alle drei Astscheren uneingeschränkt zu empfehlen.

Kaufkriterien

Typ

Amboss-Astschere: Die Amboss-Astschere ist der Klassiker unter den Astscheren und die beliebteste Variante. Dies liegt vermutlich daran, dass dieser Typus vom Gärtner einen vergleichsweise geringen Kraftaufwand erfordert.

Eine Astschere mit Amboss-Mechanik verfügt über eine scharfe Klinge oben und eine breite (glatte oder geriffelte) Klinge unten. Letztere wird als Amboss bezeichnet. Beim Schneiden drückt die scharfe Klinge den jeweiligen Zweig gegen den Amboss. Ideal für das Abschneiden von hartem Holz und für zartere Hände.

Doch Vorsicht: Mit einer Amboss-Astschere gelingt kein so sauberer Schnitt wie mit einer Bypass-Astschere. Deshalb sollte sie nur für altes, totes Holz zum Einsatz kommen. Frische Triebe und andere sensible Gewächse könnten verletzt werden, was wiederum mit einer erhöhten Gefahr für einen Pilz- oder Schädlingdbefall einhergeht.

Bypass-Astschere: Die Bypass-Astschere funktioniert im Prinzip wie eine gewöhnliche Haushaltsschere. Sie ist mit zwei scharfen Klingen ausgestattet, die beim Schneiden eng aneinander vorbeigehen und das Holz durchtrennen.

Eine Astschere mit Bypass-Mechanismus gewährleistet einen sauberen, glatten Schnitt. Dadurch schont sie die Holzfasern – Schnittwunden verheilen relativ schnell. Der einzige Nachteil: Das Schneiden mit einer Bypass-Astschere verlangt dem Gärtner mehr Kraft ab. Geeignet für junge Triebe beziehungsweise grundsätzlich frisches, lebendiges Holz.

Getriebe-Astschere: Die Astschere mit Getriebe erleichtert das Schneiden von Ästen und Zweigen zusätzlich. Bei dieser Variante öffnen sich die Scherenarme weit – dadurch wird die für den Schnitt benötigte Kraft auf einen längeren Weg verteilt und der Gärtner muss sich bei der Arbeit weniger anstrengen. Getriebe-Astscheren sind natürlich etwas teurer als Modelle ohne diese „Übersetzung“.

Ratschen-Astschere: Die Ratschen-Astschere funktioniert ähnlich wie die Getriebe-Astschere. Auch sie hat Scherenarme, die sich weit öffnen. Der eigentliche Clou ist hier aber der eingebaute Stufenmechanismus, Ratsche genannt. Stärkere Äste werden durch mehrfaches Zudrücken der Astschere kraftschonend zerteilt.

Hinweis: Sowohl Getriebe- als auch Ratschen-Astscheren sind durch den großzügigen Öffnungswinkel der Scherenarme recht sperrig. Das heißt, der Gärtner braucht bei der Schneidetätigkeit stets einen gewissen Bewegungsspielraum. Dieser Platz ist jedoch oftmals nicht gegeben – etwa dann, wenn ein Strauch mit dicht stehenden Ästen ausgelichtet werden soll. Somit stellt die auf den ersten Blick bequemste Lösung nicht immer die beste dar.

Schnittstärke

Die Schnittstärke sagt aus, wie dick die zu schneidenden Äste maximal sein dürfen (Durchmesser in Millimetern oder Zentimetern).

Länge der Scherenarme

Prinzipiell unterscheidet man Astscheren mit festen und solche mit teleskopierbaren Scherenarmen. Ausführungen mit Teleskoparmen können Sie nach Bedarf in der Länge verstellen – innerhalb eines bestimmten Spektrums. Diese Flexibilität ist von Vorteil, allerdings geht aus Praxistests hervor, dass der Feststellmechanismus häufig instabil ist, sodass er sich während des Schneidens lösen kann – ärgerlich und auch gefährlich. Demnach sollten Sie sich beim Vergleich von Astscheren mit Teleskoparmen unbedingt Kundenrezensionen zu den Modellen durchlesen, um in Erfahrung zu bringen, ob der Feststellmechanismus einwandfrei funktioniert.

Richtwert: Eine feste Astschere sollte Scherenarme mit einer Länge von mindestens 80 Zentimetern haben, damit Sie auch stärkere Äste ohne allzu großen Kraftaufwand durchbekommen. Teleskoparme sind meist zwischen 60 und 100 Zentimetern verstellbar.

Materialien

Klingenmaterial: Die Klingen bestehen gemeinhin aus rostfreiem Stahl oder gesenkgeschmiedetem Aluminium. Beide Varianten gelten als besonders robust und widerstandsfähig.

Tipps

Normalerweise ist zumindest die obere Klinge antihaftbeschichtet (Teflon oder Keramik), im Idealfall verfügt auch die untere Klinge über dieses Merkmal. Dank der Beschichtung gleiten die Klingen besser. Darüber hinaus erhöht sie die Präzision des Schnitts, was die Holzfasertextur schont. Und es bleiben keine Pflanzenteile an den antihaftbeschichteten Klingen hängen, was das Risiko einer Infektionsübertragung von einer Pflanze auf eine andere minimiert und überdies die Reinigung erleichtert.

Griffmaterial: Die Griffe einer Astschere sind in der Regel aus Aluminium gefertigt. Durch das Leichtmetall wird das Gewicht des Gartengeräts stark gesenkt – ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Alternativ nutzen die Hersteller Polymere – teilweise glasfaserverstärkt für mehr Robustheit.

Tipps

Besonders gut greifen lassen sich Modelle, deren Griffe an den entscheidenden Stellen mit soften Elementen aus rutschfestem Gummi beziehungsweise Kunststoff überzogen sind. Diese Extras sorgen für ein Plus an Ergonomie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Astschere?

Bei der Astschere handelt es sich um ein Gartengerät, mit dem Sie auch dickere Äste und Zweige bis zu einem Durchmesser von ungefähr fünf Zentimetern gut meistern. Mit einer normalen Gartenschere würden Sie bei solchen Astbrocken vermutlich scheitern. Im Vergleich zur Gartenschere verfügt die Astschere über besonders lange Scherenarme von 40 bis zu 100 Zentimetern. Durch die Hebelwirkung durchtrennen Sie stärkere Äste sehr schnell und ohne allzu großen Kraftaufwand.

Tipps

Ab einer Astdicke von 50 bis 60 Millimetern sollten Sie zu einer Astsäge greifen.

Welche Marken bieten gute Astscheren?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken für Astscheren gehören Gardena, WOLF-Garten, Fiskars und Grüntek.

Wo kaufe ich eine Astschere am besten?

Astscheren finden Sie in jedem Baumarkt – ob OBI, hagebaumarkt, toom oder Hornbach. Die größte Auswahl bietet jedoch Amazon. Saisonal stehen Ihnen Astscheren eventuell sogar bei Discountern wie ALDI oder Lidl günstig zur Verfügung.

Wie pflege und schärfe ich meine Astschere?

Wie Sie Ihre Astschere richtig pflegen und schärfen, zeigt das folgende Video:

Youtube

Gibt es einen Astscheren-Test der Stiftung Warentest?

Ja, der letzte Test und Vergleich von Garten- und Astscheren der Stiftung Warentest stammt vom Juni 2015. Dabei belegte die Fiskars PowerGear 94 den ersten Platz. Rang 2 erreichte die Gardena Classic 680-B.

Text: Gartenjournal.net

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