Arnika Merkmale
Arnika wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet

Arnika: Steckbrief und wissenswerte Tipps

Die Arnika ist eine der bekanntesten Heilpflanzen aus der traditionellen Naturheilkunde. Die Pflanze aus der Ordnung der Asternartigen (Asterales) hat aber auch eine dekorative Optik zu bieten, was sie für den Anbau im Garten durchaus attraktiv macht.

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Die Bedeutung als traditionelle Heilpflanze

Schon seit mehreren Jahrhunderten wurde Arnika von wichtigen Personen (wie beispielsweise Hildegard von Bingen) als wirkungsvolle Naturmedizin bezeichnet. Regional haben sich daher im Lauf der Jahrhunderte in ganz Europa die unterschiedlichsten Trivialnamen für die Arnika eingebürgert:

  • Bergwohlverleih
  • Engelkraut
  • Färberblume
  • Bergwurz
  • Bergwegebreit
  • Marienkraut
  • Verfangkraut
  • Mutterwurz
  • Wulfsblöme
  • usw.

Arnika zählt nicht nur zu den sogenannten Marienpflanzen, die bei der Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt eine Rolle spielen. Arnika-Sträuße wurden früher auch an die Ecken von Getreidefeldern gesteckt, wo die nützliche Arnikafliege (Trypeta arnica) ihre Eier darauf ablegen konnte. Positive Auswirkungen soll die Arnika bei den folgenden Gesundheitsbeschwerden haben:

  • Entzündungen
  • Husten
  • Grippe
  • Durchfall
  • Rheuma
  • Prellungen
  • schlecht heilende Wunden
  • usw.

Von einer inneren Anwendung wird bei Eigendosierung vehement abgeraten, es können aber auch allergische Hautreizungen bei äußerlicher Anwendung auftreten.

Steckbrief der Arnika

  • Name: Arnika
  • Botanische Bezeichnung: Arnica montana
  • Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
  • bevorzugter Boden: saurer pH-Wert
  • Wuchshöhe: zwischen 30 und 60 cm
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blattform: länglich
  • Blütezeit: ungefähr von Mai bis September (je nach Standort)

Arnika selbst im Garten anbauen

Für den Anbau im Garten für Heilzwecke sollten Sie sich möglichst Samen der Echten Arnika besorgen, da die für den industriellen Anbau gezüchteten Sorten in der Regel weniger hohe Wirkstoffkonzentrationen enthalten. Aufgrund der toxisch wirkenden Bestandteile in den Arnika-Pflanzen sollten Sie diese aber ohnehin maximal als äußerliches Präparat bei Muskel- und Gelenkbeschwerden anwenden. In Bezug auf den Standort sind die Pflanzen relativ anspruchslos, solange keine starke Konkurrenz durch Nachbarpflanzen herrscht. Gesät werden kann unter Glas ab Februar und im Freiland ab dem Monat Mai. Die Blüten erscheinen aber oftmals erst im dritten Jahr nach der Aussaat der Samen.

Tipps

Das Sammeln von Arnika für den eigenen Gebrauch ist nicht überall erlaubt, da die Pflanze in verschiedenen Ländern unter Naturschutz steht. Eine Alternative stellt der Anbau im Garten dar, da hier auch auf einen Anbau frei von jeglichen Kontaminationen geachtet werden kann.

Text: Alexander Hallsteiner

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