Anzuchtset – Ein kleiner Kaufratgeber

Es steht mal wieder ein Geburtstag oder ein anderes Fest an und Sie suchen ein originelles Geschenk für Ihre Lieben? Dann könnte ein Anzuchtset die richtige Wahl sein - etwa, weil der oder die Beschenkte Spaß am Gärtnern hat oder nach einem neuen Hobby sucht. Was in einem solchen Anzuchtset drin ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

anzuchtset
Anzuchtssets umfassen Töpfe, Samen, Erde und oft mehr

Unsere Empfehlungen

Enthaltenes Saatgut 5 ungewöhnliche Gemüsesorten
Anzuchttöpfe 5 Anzuchttöpfe (13,90€ bei Amazon*) aus Torf, Durchmesser 6 Zentimeter
Anzuchterde 5 gepresste Torftabletten zum Aufquellen
Weiterer Inhalt 5 Pflanzenmarkierungen
Anleitung liegt bei (mehrsprachig)

Haben Sie schon einmal lila Möhren oder roten Rosenkohl gegessen? Nein? Dann wäre dieses Anzuchtset mit fünf ungewöhnlichen Gemüsesorten die richtige Wahl für Sie. Sie erhalten Saatgut für violette Möhren der Sorte ‚Purple Haze‘, für gelbe Zucchini der Sorte ‚Oriela‘, für die alte Tomatensorte ‚Tigerella‘ mit den charakteristisch gestreiften Früchten, für den roten Rosenkohl ‚Red Delicious‘ sowie für den Regenbogen-Mangold ‚Bright Lights‘. Die Aussaat gelingt einfach: Legen Sie je eine der mitgelieferten Quelltabletten in einen der Anzuchttöpfchen, wässern Sie sie gründlich und warten Sie, bis sich die gepresste Erde gelockert hat. Anschließend müssen Sie nur noch aussäen und die Pflänzchen gemäß der beiliegenden Anleitung pflegen. Es handelt sich um normal große Gemüsepflanzen, die später ausgepflanzt bzw. in größere Pflanzgefäße umgesetzt werden müssen.

Enthaltenes Saatgut 8 verschiedene Gemüsesorten
Anzuchttöpfe nein
Anzuchterde gepresste Kokos-Quellerde
Weiterer Inhalt 1 stabile Holzkiste
Anleitung liegt bei (auf Deutsch)

Insbesondere an Kinder ab fünf Jahren, aber auch an Erwachsene richtet sich dieses Anzuchtset mit acht beliebten Nutzpflanzen fürs Gartenbeet bzw. für die Topfkultur. Sie erhalten Saatgut für Erdbeeren, Pflücksalat, Balkontomaten, Radieschen, Mini-Mohrrüben, Rucola, Zuckererbsen und Zitronenbasilikum. Die Zusammenstellung kann variieren. Das Saatgut ist ohne Gentechnik hergestellt und stammt aus Deutschland. Ebenfalls zum Set gehört eine stabile Holzkiste, die Sie selbst mit dem ebenfalls beiliegendem Werkzeug selbst zusammenbauen. Dort hinein kommt die Quellerde aus Kokosfasern, die zunächst kräftig angegossen werden muss. Anschließend können die Samen ausgesät und gemäß der Anleitung gepflegt werden. Auch hier handelt es sich um normal großes Gemüse, welches später für einen besseren Wuchs in größere Pflanzgefäße umgesetzt werden sollte.

Enthaltenes Saatgut enthält 4 seltene Tomatensorten
Anzuchttöpfe 4 Jiffy-Töpfe, torffrei
Anzuchterde 4 Kokos-Quelltabletten
Weiterer Inhalt 4 Pflanzstäbchen aus Holz
Anleitung liegt bei (auf Deutsch)

Wussten Sie, dass es rund 23.000 verschiedene Tomatensorten gibt? Tomaten sind nicht nur rund und rot, sondern können viele verschiedene Farben und Formen annehmen – und auch sehr unterschiedlich schmecken. Abwechslung in den Tomatengenuss bringt dieses Anzuchtset, mit welchem Sie vier seltene Tomatensamen aus ökologischer Produktion selbst heranziehen können. Enthalten ist die alte Stabtomate ‚Tigerella‘ mit den charakteristisch gestreiften Früchten, die große und aromatische Ochsenherztomate ‚Cuor Di Bue‘, die süße Strauchtomate ‚Arancia‘ und die Gelbe Kirschtomate ‚Ciliegia Gialla‘. Auch Kokosquelltabletten und originale Jiffy-Anzuchttöpfe werden – nebst einer leicht verständlichen Anleitung – mitgeliefert.

Kaufkriterien

Saatgut

Das Wichtigste an einem Anzuchtset ist natürlich das enthaltene Saatgut. Dabei kann es sich um alles mögliche, je nach persönlicher Vorliebe, handeln: Gemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini etc., Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch etc., Blumen oder sogar Bäume. Dabei sind insbesondere seltene Gemüsesorten und exotische Pflanzenarten beliebt, vor allem Anzuchtsets für Bonsai erfreuen sich großer Beliebtheit. Allerdings muss hierbei gesagt werden, dass es sich immer um normal große Pflanzen handelt – der Bonsai-Ahorn wird also zum normalen Ahornbaum heranwachsen, sofern Sie ihn nicht bonsaitypisch erziehen.

Anzuchttöpfe

In den meisten Anzuchtsets sind zudem Anzuchttöpfe enthalten, in die Sie die Erde füllen und schließlich die Samen einlegen. Diese Töpfchen bestehen in der Regel aus gut kompostierbarem Material wie Torf, Zellulose oder aus Kokosfasern, werden komplett von den Pflanzenfasern durchdrungen und können deshalb später mit ins Beet oder in den großen Pflanztopf mit eingepflanzt werden. Das Umpflanzen wird recht schnell nach der Aussaat nötig sein, damit die Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen und für die Wurzelentwicklung haben.

Aussaaterde

Für die Aussaat ist eine spezielle, besonders lockere und eher nährstoffarme Aussaat- bzw. Anzuchterde von Vorteil, da diese das Wurzelwachstum fördert. In einem Anzuchtset sind oft so genannte Quelltabletten enthalten, bei denen es sich um gepresste Aussaaterde – oft aus Kokosfasern – handelt. Diese legen Sie einfach in einen Anzuchttopf (pro Töpfchen eine Tablette) und gießen sie kräftig mit warmem Wasser. Die Presserde quillt anschließend innerhalb weniger Minuten auf und wird locker-fluffig. Sie sollte jedoch nicht muffig riechen, ein solches Substrat bitte entsorgen und auf keinen Fall für die Aussaat verwenden.

Anleitung

Sie haben noch nie Gemüse- oder andere Samen selbst gezogen und fühlen sich bei Begriffen wie „Anzuchttopf“ und „Quelltablette“ etwas überfordert? In der Regel liegt dem gewählten Anzuchtset eine gut verständliche Erklärung bei, wann und wie Sie die Samen ausbringen und die daraus entstehenden Pflanzen richtig pflegen. Falls nicht: Auf gartenjournal.net finden Sie jede Menge Anleitungen, Tutorials und Tipps für die erfolgreiche Pflanzenzucht. Sollte die Anleitung übrigens auf Englisch verfasst sein, können Sie sie einfach über einen kostenlosen Online-Übersetzer übersetzen lassen. Das dauert nur wenige Sekunden. Sehr gut für diesen Zweck eignet sich DeepL Translate.

Youtube

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit für die Aussaat?

Naturgemäß sät man Pflanzensamen am besten im Frühjahr aus. Nun ist das Frühjahr im gärtnerischen Sinne allerdings ein sehr weit gefasster Begriff. Manche Pflanzen müssen bereits im Spätwinter vorgezogen werden (meist ab Februar / März), andere können zwischen April und Juni direkt ins Beet. Manche Samen, gerade von Exoten, können sogar ganzjährig ausgesät werden.

Kann ich die Pflanzen dauerhaft in den mitgelieferten Anzuchttöpfen lassen?

Da es sich bei dem mitgelieferten Saatgut in der Regel um normal große Pflanzen handelt, werden die Anzuchttöpfe schnell zu klein. Deshalb müssen Sie Ihre Pflänzchen nach einigen Wochen – meist wenn sie schon ein paar Blätter haben und einige Zentimeter hoch gewachsen sind – in ein größeres Pflanzgefäß mit nahrhafterer Erde umsetzen. Welches Substrat Sie verwenden, hängt dabei von den Vorlieben der jeweiligen Pflanzen ab.

Wie pflege ich die großen Pflanzen richtig?

Auch in Sachen Pflege müssen Sie sich informieren, welche Pflanzenart welche Vorlieben hat und diese für ein gesundes Wachstum umsetzen. Auf jeden Fall – und artübergreifend – gehören dazu Faktoren wie Licht und eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Allerdings brauchen manche Pflanzen mehr und andere etwas weniger von diesen Dingen, weshalb Sie sich diesbezüglich auf gartenjournal.net informieren sollten.

Kann ich die selbst gezogenen Pflanzen auch in der Wohnung behalten?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren „Jein“ beantworten. Manche Pflanzen – etwa exotische Gewächse wie Kakteen – können Sie tatsächlich dauerhaft in der Wohnung kultivieren. Andere hingegen, wozu die klassischen Gemüsesorten gehören, müssen unbedingt an die frische Luft. Tomaten, Gurken, Erdbeeren und Co. fühlen sich auf dem Balkon oder im Gartenbeet viel wohler als auf der Fensterbank und gedeihen hier auch viel besser.

Das Saatgut ist nicht aufgelaufen, was habe ich falsch gemacht?

Dass das Saatgut nicht aufläuft, kann durchaus mal vorkommen und hat viele Gründe. Manchmal liegt es an der falschen Pflege: Samen und Jungpflanzen brauchen viel Licht, Wärme und Wasser, dürfen aber nicht im Wasser stehen. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass, und lassen Sie es nicht austrocknen! Daneben kann aber auch das Saatgut bereits zu alt oder aus anderen Gründen nicht keimfähig sein.

Zubehör

Zimmergewächshaus

Am besten gedeihen Sämlinge und Jungpflanzen in einem so genannten Zimmergewächshaus, welches aus einer Anzuchtplatte, einem Untersetzer und einer lichtdurchlässigen Abdeckhaube besteht. Ein solches Mini-Gewächshaus passt auf jede Fensterbank und sorgt dafür, dass die Pflänzchen es ausreichend warm haben und die Luftfeuchtigkeit hoch genug ist. Damit es nicht schimmelt, sollte jeden Tag gelüftet werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Stanislav71/Shutterstock

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