Algenbekämpfung
Ein paar Algen im Gartenteich sind normal, sollten aber nicht überhand nehmen

Algen im Gartenteich bekämpfen

Algen sind Pflanzen, die zu einem Teich dazugehören und mit deren Anwesenheit sich jeder Teichbesitzer wohl oder übel anfreunden muss. Sie sind eine Lebensgrundlage vieler Kleinlebewesen im Teich, sollte ihr Befall aber zu stark auftreten, kann die Algenbekämpfung mit natürlichen Mitteln erfolgen.

Ein veralgter Gartenteich ist so ziemlich das schlimmste Horrorszenario für die meisten Teichbesitzer. Dennoch muss zunächst klar sein, dass Algen von ihrer Natur her durchaus in einen Zierteich hineingehören. Es kommt nur auf die Menge an, die spätestens dann kritische Werte erreicht, wenn die Goldfische kaum noch erkennbar sind. Gänzlich algenfrei wird ein Teich allerdings niemals sein. In den natürlichen Gewässern regeln Krebse und die verschiedensten einzelligen Lebewesen den Algenbewuchs auf Ihre Art, in künstlichen Teichen fehlen diese Helfer in der Regel.

Faden- und Schwebealgen entfernen

Rechtzeitig erkannt lassen sich diese Arten am leichtesten entfernen, wenn sie mit der Hand herausgefischt werden. Wenn der Teich naturnah errichtet wurde und auch die Wasserqualität stimmt, wird eine groß angelegte Algenbekämpfung aber überhaupt nicht nötig sein. Vorbeugend können auch bestimmte Bepflanzungen dazu beitragen, den fehlenden Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen, um ihn in das Wasser abzuführen. Desto höher dessen Sättigung im Wasser ist, umso geringer ist die Gefahr von Algen im Gartenteich. Allerdings spielt auch die Wassertemperatur bei der Sauerstoffkonzentration eine wesentliche Rolle:

Wassertemperatur Sauerstoffgehalt pro Liter
5 Grad 12,9 mg
10 Grad 11,4 mg
15 Grad 10,6 mg
20 Grad 9,2 mg
25 Grad 8,3 mg
30 Grad 7,6 mg
35 Grad 6,8 mg

Soll der Gartenteich so gut wie möglich algenfrei bleiben, können zur Unterstützung Pumpen eingesetzt werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es keinen Sinn macht, wenn eine Unterwasserpumpe größere Mengen von Kaltwasser an die Teichoberfläche umwälzt. Je kühler Wasser ist, desto größer ist der Sauerstoffanteil, den es binden kann und von daher bleibt es besser auf dem Grund.

Algenfrei mit klarem und gesundem Teichwasser

Eine Wasseranalyse, die man mit einfachen Mitteln selbst durchführen kann, schafft sehr schnell und sicher Klarheit darüber, ob das Wasser im Gartenteich eine Mitschuld an der Algenplage hat. Hier im Kurzüberblick die wichtigsten Laborwerte, die Ihr Teichwasser haben sollte:

  • Säuregrad: pH Wert zwischen 6,5 und 8,5;
  • Härtegrad: zwischen 10° und 15°;
  • Karbonhärte: mindestens 6° und maximal 10°
  • Ammoniak: NULL! Handlungsbedarf besteht ab 0,2 mg/l
  • Nitrit: NULL! Handlungsbedarf besteht ab 0,2 mg/l;
  • Nitrat: maximal 25 mg, ab 50 mg/l ebenfalls Handlungsbedarf erforderlich;
  • Kohlendioxid: gelöstes CO2 zwischen 20 und 30 mg/l;
  • Sauerstoffgehalt: optimal sind 5 bis 10 mg/l;
  • Wassertemperatur: 16 bis 26 °C (Sommer) und 4 bis 14 °C (Winter)

Algenbekämpfung ganz natürlich

Die beste Keule gegen Algen im Teich ist nicht etwa die chemische, da ja auch kaum ein Mensch auf die Idee kommen würde, seinen Morgenkaffee mit einem aufgelösten Wasserentkalker Power-Tab zu genießen. Gesünder und nachhaltiger algenfrei wird Ihr Teich, wenn Sie vermehrungsfreudige Schwimmpflanzen wie Froschbiss, Krebsscheren oder Wasserlinsen für sich arbeiten lassen. Je mehr Wasserpflanzen Ihren Teich zieren, umso weniger Nährstoffen haben die Algen für Ihr Wachstum.

Tipps

Um Fische zu halten, muss der Teich unbedingt eine entsprechende Größe haben, damit sich die Tiere wohlfühlen, aber auch die Pflanzen einen entsprechend angemessenen Lebensraum haben. Haben Sie Fische eingesetzt, bilden Fischfutterreste und der Kot der Tiere eine optimale Basis für verstärkten Algenwuchs.

Artikelbild: Ian Grainger/Shutterstock

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