Akkuschubkarre – Ein kleiner Kaufratgeber

Wer schwere Materialien wie Erde, Sand, Stein oder Schotter quer durch den Garten oder einen Hang hinauf und hinunter transportieren muss, profitiert von der Verwendung einer Akkuschubkarre. Dieses Gerät, auch als Elektroschubkarre bezeichnet, erleichtert den Transport und schont Knochen und Gelenke. Wir stellen Ihnen empfehlenswerte Modelle vor und erklären, worauf es beim Kauf einer Akkuschubkarre ankommt.

akkuschubkarre
Mit einer Akkuschubkarre lassen sich auch schwere Güter leicht transportieren

Unsere Empfehlungen

Maße 140 x 78 x 93 Zentimeter
Gewicht 42 Kilogramm
Zuladung 120 Kilogramm
Fassungsvermögen 115 Liter
Akkuleistung 24 Volt / 230 Watt
Akkulaufzeit 3 bis 5 Stunden

Dieser Elektrodumper des deutschen Markenherstellers Powerpac Baumaschinen GmbH bewältigt Steigungen bis zu 35 Prozent, weshalb er sich bestens für den Einsatz an Hanglagen sowie für schwierige Gelände und nasse Böden eignet. Die stabile Dreirad-Konstruktion sorgt für einen sicheren Stand des Arbeitsgeräts, zudem lässt sich die Fahrgeschwindigkeit stufenlos über einen Fingerhebel regulieren. Maximal ist eine Geschwindigkeit von bis zu 3,5 Kilometern pro Stunde möglich. Die feststellbare Scheibenbremse sorgt für zusätzliche Sicherheit, auch beim Hinabfahren eines steilen Hangs. Auch ein Rückwärtsgang ist integriert. Die Lademulde ist kippbar, sodass der Inhalt einfach ausgeschüttet werden kann. Zudem bietet der Hersteller passendes Zubehör wie etwa eine Ladepritsche, ein Wechselakku, Schneeschild und -ketten sowie eine 180-Liter-Wanne zusätzlich an.

Maße 162 x 80 x 92 Zentimeter
Gewicht 130 Kilogramm
Zuladung 400 Kilogramm
Fassungsvermögen 110 Liter
Akkuleistung 2 x 12 Volt / 1000 Watt
Akkulaufzeit 8 bis 10 Stunden

Auch diese besonders kraftvolle Akkuschubkarre ist ein Produkt des Herstellers Powerpac Baumaschinen GmbH. Das Arbeitsgerät mit der möglichen Tragleistung von bis zu 400 Kilogramm eignet sich perfekt für Baustellen, für schwierige Gelände oder für den Einsatz an Hanglagen mit Steigungen von bis zu 40 Prozent. Die Räder lassen sich mit Hilfe von Sperrbolzen blockieren, sodass die Bewältigung steiler Hänge kein Problem darstellt. Die Geschwindigkeit ist bis zu einem Maximalwert von bis zu sechs Kilometern die Stunde stufenlos per Daumengasgriff regelbar. Der Geschwindigkeitsregler befindet sich leicht erreichbar am Haltebügel. Zudem gehören zum Lieferumfang gleich zwei Akkus, sodass bei Bedarf die leere Batterie ausgetauscht und geladen werden kann. Des Weiteren bietet der Hersteller umfangreiches Zubehör an.

Maße 131,5 x 106 x 90 Zentimeter
Gewicht ca. 25 Kilogramm
Zuladung 130 Kilogramm
Fassungsvermögen k. A.
Akkuleistung 250 Watt
Akkulaufzeit 2 Stunden

Vielseitig sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich einsetzbar ist die Elektroschubkarre DCU180Z des Markenherstellers Makita. Leider wird dieses hochwertige und langlebige Modell nur ohne Akku, Ladegerät und Transportwanne angeboten, weshalb diese Teile separat erworben werden müssen. Dafür bewältigt das Gerät eine Ladung von bis zu 130 Kilogramm Gewicht und kann sogar größere Lasten wie etwa Baumstämme oder Möbelstücke bewegen. Zu diesem Zweck können die am Rohrrahmen befindlichen Seitenbegrenzungen einfach abgenommen werden. Die Batteriebox hat Platz für zwei Akkus, des Weiteren verfügt die Akkuschubkarre sowohl über eine Vorderrad- als auch über eine Hinterradbremse. Bei Arbeiten in der Dunkelheit lassen sich die beiden LED-Scheinwerfer einschalten, die für eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Im Hinblick auf die Geschwindigkeit haben Sie die Wahl zwischen einem langsamen Tempo von 1,5 Kilometern pro Stunde oder einem schnelleren von 3,5 Kilometern pro Stunde.

Kaufkriterien

Arten

Akkuschubkarre: Hierbei handelt es sich äußerlich um eine herkömmliche Schubkarre, die jedoch mit Motorverstärkung arbeitet. Je nach Hersteller unterscheiden sich diese Modelle vor allem im Hinblick auf ihre Tragkraft und auf ihr Fassungsvermögen.

Dumper: Dumper, auch als Raupendumper bezeichnet, eignen sich sehr gut für den Transport von Materialien auf steilen Hanglagen. Diese Geräte sind sehr schwer, haben aber oft auch eine sehr hohe Traglast.

Schubkarre mit Antrieb: Hierbei handelt es sich um vierrädrige Elektroschubkarren mit Allradantrieb, die sich auf schwierigem Gelände bestens einsetzen lassen.

Motorisierte Schubkarre mit Kettenantrieb: Geht es um Arbeiten auf extrem schwierigem – beispielsweise rutschigem oder sehr steilem – Gelände oder im Winter bei Eis und Schnee, so leistet eine motorisierte Schubkarre mit Kettenantrieb gute Dienste.

Einsatzbereich

Eine Akkuschubkarre ist vielseitig einsetzbar. Damit lässt sich Schüttgut (z. B. Pflanzerde, Kompost, Sand, Kies, Steine, Bauschutt oder auch Stallmist) ebenso transportieren wie Stückgut (z. B. Ziegel- oder Pflastersteine, Holzscheite). Wer vornehmlich Schüttgut transportieren möchte, wählt am besten ein Modell mit kippbarer Wanne, für Stückgut empfiehlt sich hingegen ein Gerät mit Ladepritsche. Ansonsten sollten Sie genau auf die Angaben des Herstellers bezüglich der maximal möglichen Zuladung, des Fassungsvermögen sund der Steigfähigkeit achten und die Akkuschubkarre nach Ihren Bedürfnissen auswählen.

Fassungsvermögen und Tragfähigkeit

So darf die maximal zulässige Traglast der Akkuschubkarre auf keinen Fall überschritten werden, da dies gravierende Schäden bis hin zum Totalausfall an dem teuren Gerät zur Folge hätte. Daher ist die Traglast ein noch wichtigeres Kriterium als das Fassungsvermögen der Mulde. Für diese gilt die Regel: Je höher die Muldenwände, desto mehr Schüttgut passt hinein. Allerdings haben hohe Wände auch den Nachteil, dass sich das Material weniger gut auskippen lässt und Sie häufiger mit einer Schaufel nachhelfen müssen. Bei so genannten Lastpritschen ist es von Vorteil, wenn sich zwecks Beladung mit Stückgut in Übergröße die Seitenteile entfernen lassen.

Akkuleistung

Ein leistungsstarker Akku ist die Voraussetzung dafür, dass die Akkuschubkarre über Stunden hinweg ihren Dienst tut. Achten Sie darauf, dass die Batterie nicht schon nach einer oder zwei Stunden leergelaufen ist – schließlich muss so ein Gerät meist länger funktionieren. Eine gute Anschaffung ist ein zweiter Akku, damit Sie immer eine Batterie zum Auswechseln vorrätig haben. Alternativ können Sie sich auch für eine Schubkarre mit Benzinmotor entscheiden, wobei diese Modelle nicht nur sehr teuer, sondern oft auch sehr laut sind und Abgase produzieren.

Bremsen und Bereifung

Wenn man mit der Akkuschubkarre große Lasten befördern möchte, dürfen starke Bremsen auf keinen Fall fehlen. Nur so ist gewährleistet, dass Sie auf rutschigem oder abschüssigem Gelände die Kontrolle über das Gefährt behalten. Am besten eignen sich feststellbare Scheibenbremsen, damit Sie die Schubkarre zu jeder Zeit stoppen und sicher abstellen können. Im Hinblick auf die Bereifung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Manche Reifenprofile sind genau richtig für abschüssige und / oder rutschige Untergründe, wobei Sie solche nicht für den empfindlichen Rasen verwenden sollten. Hierfür eignen sich wiederum andere Reifen besser.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Elektroschubkarre?

Eine handelsübliche Schubkarre sollte in keinem Gartenschuppen fehlen, da sie zum Transport von vielen Dingen unverzichtbar ist. Allerdings hat sie einen gravierenden Nachteil: Das Gefährt muss mitsamt Inhalt per Muskelkraft bewegt werden. Sollen nun sehr schwere Gegenstände bewegt und / oder eine steile Steigung überwunden werden, empfiehlt sich eine Akkuschubkarre. Diese sind mit einer wiederaufladbaren Batterie ausgestattet, die Sie beim Transport unterstützt.

Wofür braucht man eine Akkuschubkarre überhaupt?

Akku- bzw. Elektroschubkarren sind gut geeignet für Menschen, die viel und oft schwere Gegenstände oder Dinge auf ihrem Grundstück transportieren müssen. Dabei kann es sich beispielsweise um Brennholz handeln, welches Sie einen steilen Hang hinauf bewegen müssen. Oder um Säcke mit Pflanzerde, Düngemittel, Kompost etc. Ebenfalls sehr praktisch sind Elektroschubkarren bei der Viehhaltung, etwa beim Ausmisten von Ställen oder Absammeln von Pferdekoppeln.

Wie funktionieren Akkuschubkarren?

Akkuschubkarren bestehen meist aus einer Wanne oder Mulde und sehen im Prinzip wie eine herkömmliche Schubkarre aus. Allerdings sind diese Geräte mit einem durch eine wiederaufladbare Batterie (Akku) gespeisten Motor ausgestattet, der sie selbstständig bewegt. Sie müssen die Akkuschubkarre lediglich steuern und gegebenenfalls die Geschwindigkeit regeln – die meisten Modelle verfügen über einen Geschwindigkeitsregler, der das individuelle Einstellen des Tempos ermöglicht.

Was kosten Akkuschubkarren?

Wie viel Sie für eine Akkuschubkarre ausgeben, hängt ganz wesentlich vom Modell und vom Hersteller ab. Günstige Elektroschubkarren gibt es bereits ab ca. 300 bis 400 Euro, wobei die hochwertigeren Modelle der Markenhersteller (z. B. Powerpac) schon um die 1000 Euro und mehr kosten. Dumper und andere Motorschubkarren sind dagegen deutlich teurer und selten für Preise unter 1000 Euro zu haben.

Zubehör

Ladepritsche

Gerade wenn mit der Akkuschubkarre kein Schüttgut, sondern Stückgut wie beispielsweise Pflastersteine oder Gehwegplatten transportiert werden soll, empfiehlt sich eine so genannte Ladepritsche. Dabei handelt es sich um einen besonders tragfähigen Aufsatz, der auf der Akkuschubarre montiert wird. Achten Sie beim Kauf darauf, dass viele Ladepritschen nur für bestimmte Schubkarrenmodelle passend sind.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Artush/Shutterstock

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