Viola tricolor

Stiefmütterchen

Kokett lächeln sie uns an mit farbenfrohen Blütengesichtern und verbreiten gute Laune im Beet und auf dem Balkon. Stiefmütterchen sind unverzichtbar für den kreativ gestalteten Garten. Wie gut, dass die adretten Veilchen so unkompliziert zu pflegen sind.

Stiefmuetterchen richtig pflanzen

Im August ist die optimale Pflanzzeit für fertig vorgezogene Stiefmütterchen. Wer diesen Termin versäumt, setzt die Blumen im April/Mai in die Erde. So machen Sie es richtig:

  • Das Beet gründlich jäten, auflockern und feinkrümelig bearbeiten
  • Im Abstand von 20 cm kleine Gruben ausheben und die Erde anreichern mit Kompost
  • Stiefmütterchen austopfen, bis zum unteren Blattpaar einpflanzen und gießen

Vorteilhaft auf die Verwurzelung wirkt sich eine organische Mulchschicht aus. Darüber hinaus sollte insbesondere bei ausbleibendem Regen wiederholt gewässert werden, damit die zarten Wurzeln sich zügig etablieren.
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Pflegetipps

Damit Stiefmütterchen sich von ihrer schönsten Seite zeigen, bedarf es keiner umfangreichen Pflege. Darauf legen die Schöngesichter Wert:

  • Trocknet die Erde an, wird unmittelbar an die Wurzeln gegossen
  • Während der Vegetationsperiode bis zum Ende der Blütezeit alle 4 Wochen organisch düngen
  • Verblühte Stiefmütterchen herausschneiden für eine prächtige Nachblüte
  • Leichter Winterschutz im Beet einzig bei Kahlfrost erforderlich in Form von einer Laub- oder Reisigdecke

Kultivieren Sie die Veilchen im Topf, steht die Überwinterung im Freiland unter einem schlechten Stern. Besser ist, Sie räumen Gefäße vor dem ersten Frost ein und holen sie bei steigenden Temperaturen wieder ins Freie.
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Welcher Standort ist geeignet?

Das Garten-Stiefmütterchen bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, um seine floralen Talente perfekt in Szene zu setzen. Das gelingt vorzugsweise in nährstoffreicher und humoser Erde, die nicht allzu trocken beschaffen ist. Locker und durchlässig sollte die Krume sein, damit keine Staunässe entstehen kann bei Regen. Im Balkonkasten und Topf toleriert die Blume gängiges Kübelpflanzensubstrat auf Kompostbasis, dem Sie etwas Sand oder Perlite hinzufügen.
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Der richtige Pflanzabstand

Arrangieren Sie Stiefmütterchen im Beet mit einem Pflanzabstand von 15 bis 20 cm zueinander. Auf diese Weise kann sich jedes Exemplar ungehindert entwickeln, ohne dass unschöne Lücken entstehen. Im Balkonkasten reduzieren Sie die Distanz der Pflanzen zueinander um etwa 5 cm, damit eine opulente Optik entsteht.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Lassen Sie Ihre Stiefmütterchen nicht darben, denn für die farbenfrohe Blütenpracht sind reichlich Nährstoffe erforderlich. Wählen Sie daher eine Lage mit tiefgründiger, frisch-feuchter und nahrhafter Erde. Im Zweifel optimieren Sie die Bodenbeschaffenheit mittels Zugabe von Kompost, Rindenhumus, Hornspänen oder Laubkompost. Lehm-betontes, schweres Erdreich lockern Sie im Handumdrehen auf, indem Sie eine Handvoll Sand untermischen.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Da Stiefmütterchen mehrheitlich als zweijährige Pflanze gedeihen, rückt die Wahl des richtigen Pflanztermins in den Fokus. So machen Sie es richtig:

  • Anzucht im Saatbeet oder Treibhaus im Juni/Juli, Pflanzung im August
  • Direktaussaat ins Beet im Juli oder August
  • Fertige Pflanzen aus dem Gartencenter pflanzen im August

Alternativ ziehen Sie Stiefmütterchen im Februar/März auf der Fensterbank heran, um sie im April/Mai zu pflanzen. Diese Pflanzen verfügen hingegen längst nicht über die robuste Konstitution von im Freiland vorgezogene und im Spätsommer gepflanzte Veilchen.

Wann ist Blütezeit?

Der gewählte Pflanztermin definiert die Blütezeit. Im August gepflanzte Stiefmütterchen blühen bei geeigneten Witterungsbedingungen zum ersten Mal bereits im Oktober, um ihr Blütenfestival im nächsten Frühling ab März zu wiederholen. Bleibt im Winter Gevatter Frost daheim, blühen gut gepflegte Veilchen unermüdlich und legen keine Winterpause ein. Schneiden Sie regelmäßig verblühte Stängel heraus, zieren die aparten Blumen den Garten bis weit in den Sommer hinein. Hatten sie ausreichend Gelegenheit sich auszusamen, folgt den zweijährigen Violas der Nachwuchs auf dem Fuße.
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Stiefmuetterchen richtig schneiden

Die Veilchen überlassen dem Gärtner die Entscheidung. Sie können der Natur freien Lauf lassen und den Rückschnitt vom Pflegeprogramm streichen. In diesem Fall wird Ihnen das Erscheinungsbild der verwelkten, traurig herabhängenden Blüten freilich nicht gefallen. Um sich an adretten Stiefmütterchen mit einer nicht enden wollenden Blütezeit und einer gepflegten Gartenoptik zu erfreuen, kommt die Schere so zum Einsatz:

  • Verblühte Stiefmütterchen regelmäßig ausputzen
  • Am Ende der ersten Blütezeit im Winter oder zeitigen Frühjahr bodennah schneiden

Im zweiten Jahr verfahren Sie ebenso, wobei jetzt den Pflanzen Gelegenheit geboten wird, sich aus einer Kraft mittels Aussamung zu vermehren. Schneiden Sie daher nicht alle verwelkten Blütenstängel zeitnah ab, sondern belassen etwa ein Drittel im Beet für die Bildung von Samenständen.

Stiefmuetterchen gießen

Stiefmütterchen bevorzugen sowohl im Beet als auch im Pflanzgefäß einen ausgewogenen Wasserhaushalt. Ein konstant leichtes Substrat, das zwischenzeitlich etwas antrocknet, kommt den Anforderungen perfekt entgegen. Bitte beachten Sie, dass Trockenstress das häufigste Problem für die Blumen ist während der Winterzeit. Gießen Sie daher an frostfreien Tagen, wenn im Winter der Schnee ausbleibt.

Stiefmuetterchen richtig düngen

Mit organischem Dünger erfüllen Sie den Nährstoffbedarf von Stiefmütterchen vorbildlich. Kompost, Hornspäne, Guano, Rindenhumus und Pflanzenjauchen enthalten alle wichtigen Zutaten für ein vitales Wachstum und einen üppigen Blütenflor. Eine Startdüngung mit Beginn des Austriebs sollte im Abstand von 4 Wochen wiederholt aufgefrischt werden, bis die Blütezeit endet.
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Krankheiten

Kommt es zu gesundheitlichen Problemen an Stiefmütterchen, steckt zumeist die Pilzinfektion Mehltau dahinter. Die im Garten weit verbreitete Pflanzenkrankheit äußerst sich in Form einer mehlig-grauen Patina auf den Ober- und Unterseiten der Blätter. Zögern Sie bei diesem Symptom nicht, sondern schneiden sogleich alle infizierten Pflanzenteile heraus. Die verbliebenen Veilchen behandeln Sie wiederholt mit einer Spritzung aus 1 Teil Frischmilch (keine H-Milch) und 9 Teilen Wasser. Das in Milch enthaltene Lecithin übt eine effektive und abwehrende Wirkung auf die Pilzsporen aus.
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Schädlinge

Das saftige Laub und die zarten Blüten zählen leider zur Leibspeise gefräßiger Schnecken. Damit die im Hausgarten omnipräsenten Schädlinge sich nicht gütlich tun an Ihren liebevoll gezüchteten Stiefmütterchen, wehren Sie die Plage so ab:

  • Am frühen Morgen die kältestarren Schnecken mit einer Zange absammeln
  • Um das Beet Wanderschranken auslegen aus spitzen Materialien, wie Splitt oder Sägespänen
  • Kaffeesatz sammeln, trocknen und ausstreuen, da es toxisch wirkt auf Schnecken

Im Garten ist jegliche Schneckenplage Geschichte, wenn Sie Indische Laufenten dort beherbergen können. Stehen den putzigen Nützlingen ein Gartenteich und ein Winterquartier innerhalb des eingezäunten Areals zur Verfügung, machen sie zu Zweit den ganzen Tag mit Begeisterung Jagd auf die schleimigen Schädlinge und vertilgen diese mit Hochgenuss.

Überwintern

Die Wildform der Stiefmütterchen (Viola tricolor) bietet Temperaturen bis – 30 Grad Celsius die Stirn. Das daraus hervorgegangene Garten-Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) mit den mannigfaltigen Sorten, ist immerhin frostfest bis – 23 Grad. Diese Idealwerte gelten indes für eine typische schneereiche Witterung am halbschattigen Standort in nährstoffreicher, durchlässiger Erde. Breitet sich bei klirrendem Frost keine schützende Schneedecke aus, raten wir zu folgenden Vorkehrungen:

  • Garten-Stiefmütterchen im Beet anhäufeln mit Laub und Nadelreisig
  • Wahlweise überdecken mit atmungsaktivem Gartenvlies
  • An frostfreien Tagen gießen, sofern Regen und Schnee ausbleiben

Im Balkonkasten oder Kübel besteht grundsätzlich der Bedarf nach Winterschutz, damit die kleinen Wurzelballen nicht durchfrieren. Umhüllen Sie die Gefäße mit Folie und schieben einen Holzblock unter. Kleine Töpfe mit einem Durchmesser unter 30 cm siedeln um ins frostfreie, helle Winterquartier.
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Stiefmuetterchen vermehren

Für den ambitionierten Hobbygärtner ist es Ehrensache, seine schönsten Stiefmütterchen in Eigenregie zu vermehren. Die folgenden Methoden stehen für diesen Zweck zur Verfügung:

  • Ernte der Samen und Aussaat hinter Glas oder im Beet ab Juni
  • Teilung des Wurzelballens im Frühjahr oder Herbst
  • Ausläufer abschneiden, in Töpfen bewurzeln lassen und auspflanzen

Da die Ernte der winzigen Samen an Stiefmütterchen eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl und ein stabiles Nervenkostüm erfordert, empfehlen wir den Erwerb von zertifiziertem Saatgut aus dem Fachhandel. In diesem Fall können Sie überdies sicher sein, in welcher Farbgebung die Jungpflanzen gedeihen, was bei selbst geernteten Samen nicht gegeben ist.
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Wie pflanze ich richtig um?

Da Stiefmütterchen als zweijährige Pflanzen gedeihen, lohnt sich der Aufwand des Umpflanzens weder für einen Standortwechsel noch für eine Verjüngung. Wünschen Sie die Schöngesichter an einem anderen Platz im Garten, säen Sie dort ab Juli einfach die Samen aus oder pflanzen im August fertig vorgezogene Exemplare aus dem Gartencenter.

Stiefmuetterchen im Topf

Füllen Sie einen Topf mit einer Drainage am Boden und Blumenerde darüber, gedeihen Stiefmütterchen darin ohne Unterlass. So pflegen Sie die Schöngesichter am sonnigen bis halbschattigen Standort:

  • Bei Trockenheit unmittelbar auf die Wurzeln gießen
  • Mit Beginn des Austriebs bis zum Ende der Blütezeit alle 2-3 Wochen flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen

Vor dem ersten Frost räumen Sie die zweijährigen Blumen ein ins helle, frostfreie Winterquartier. Gießen Sie während der Überwinterung so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet und geben Sie keinen Dünger.

Wie unterscheiden sich Stiefmütterchen von Hornveilchen

Da Hornveilchen auf den ersten Blick anmuten wie kleine Stiefmütterchen, werden beide Pflanzenarten gerne in einen Topf geworfen. Wenngleich beide Blumen der Veilchen-Familie entstammen, gibt es dennoch deutliche Unterschiede, die Auswirkungen auf die Pflege haben.

  • Stiefmütterchen sind zweijährige Pflanzen – Hornveilchen gedeihen mehrjährig
  • Stiefmütterchen werden bis zu 30 cm hoch – Hornveilchen erreichen selten 20 cm
  • Die einzelne Stiefmütterchen-Blüte ist 6 cm groß – Hornveilchen-Blüten erreichen 3 cm im Durchmesser

Die Blütenform beider Pflanzenarten weist überdies Unterschiede aus. Das Stiefmütterchen prahlt mit 4 aufwärts und 1 abwärts gerichteten Blütenblättern, während am gespornten Hornveilchen 3 Blütenblätter gen Himmel und 2 zum Boden weisen.

Trivia

Sie scheint dem Reich der Fabeln entsprungen und lässt den Pflanzenfreund erstaunt aufmerken. Es gibt sie tatsächlich, die Stiefmütterchen-Orchidee. Werfen Sie einen Blick auf die tropische Blütenschönheit, ist das Rätsel bereits gelöst. Die wunderschöne Miltonia-Orchidee besticht mit Blüten, die einem Stiefmütterchen verblüffend ähneln. Botanisch besteht hingegen keine Verwandtschaft zwischen den beiden Pflanzenarten.

Schöne Sorten

  • Alpensee
    Mit tief-dunkelblauen, riesigen Blüten setzt sich das Stiefmütterchen in Szene; Wuchshöhe 15-30 cm
  • Abendglut
    Die bordeaux-roten Blüten mit schwarzen Flecken schaffen eine edle Optik; Wuchshöhe 15-30 cm
  • Tasty
    Das Stiefmütterchen zum Naschen, mit leicht gerüschten Blüten auch ein Augenschmaus; Wuchshöhe 15-20 cm
  • Joker Poker Face
    Neuheit mit satt-orangefarbenen Blüten, dunkel-lila umrandet; Wuchshöhe 15-20 cm
  • Germania
    Ungemein dekorative Sorte dank gefüllter Blüten und Rüschenrand; Wuchshöhe 20 cm
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