Tomaten pflanzen

Tomaten selbst pflanzen – von A wie Aussaat bis Z wie Züchten

Im Anbau von Tomaten gilt kein Bangemachen. Anspruchsvoll? Mag sein. Machbar für Hobbygärtner? Auf jeden Fall. Ertragreiches Anpflanzen von Paradiesäpfeln gelingt auch ohne Grünen Daumen. Die wichtigsten Antworten auf alle Fragen erhalten Sie hier.

Wann und wie vollzieht sich die Aussaat?

Ein perfekt abgestimmter Pflanzplan sieht für Ende Februar/Anfang März die Aussaat von Tomatensamen vor. Da es für die empfindlichen Pflanzen im Freiland zu kalt ist, bieten sich ein helles Gewächshaus, ein lichter Wintergarten oder eine geräumige Fensterbank an. Nachdem sie für 6 Stunden in Kamillentee quellen durften, verteilen Sie die Samen im Abstand von 3 Zentimetern auf dem Aussaatsubstrat.

  • die Lichtkeimer maximal 0,5 cm mit Erde übersieben
  • behutsam anfeuchten oder von unten gießen
  • Saatgefäß mit Folie überziehen oder ins Zimmergewächshaus verbringen an einen halbschattigen Ort
  • bei einer Keimtemperatur von 18-24 Grad Celsius zeigen sich nach 10-14 Tagen die ersten Blätter
  • pikiert werden die Keimlinge ab einer Wuchshöhe von 10 Zentimetern in gute Gemüseerde

Zu welchem Zeitpunkt beginnt die Pflanzzeit für Tomaten?

Mitte Mai ist der Zeitpunkt gekommen, dass eigenhändig vorgezogene oder fertig gekaufte Jungpflanzen ins Freiland dürfen. Idealerweise gönnen Sie ihnen einige Tage der Abhärtung, bevor Sie die Tomaten anpflanzen. Tagsüber aufgestellt am halbschattigen, geschützten Ort, gewöhnen die Pflanzen sich rasch an das Leben unter freiem Himmel mitsamt dem vollen Sonnenschein.

An welchem Standort gedeihen Tomaten optimal?

Als Gewächse der Tropen lechzen Tomaten nach jedem Sonnenstrahl, den sie ergattern können. Da die Pflanzen zugleich den Starkzehrern angehören, sollte das Erdreich vor dem Anpflanzen darauf vorbereitet sein. Folgende Attribute stehen hierbei im Fokus:

  • sonnige, warme, luftumspülte Lage
  • idealerweise geschützt vor Regen im Gewächshaus oder durch ein Dach
  • nährstoffreicher, humoser Boden, gerne frisch, feucht und gut durchlässig

Sofern Sie den Anbau von Tomaten im Kübel favorisieren, gedeihen sie ausgezeichnet in hochwertiger Gemüseerde auf Kompostbasis aus dem Fachhandel.

Wie sind Tomaten im Beet und Gewächshaus zu pflanzen?

Anpflanzen von Tomaten ist nicht kompliziert, wenn Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen. Bereiten Sie den Boden sorgfältig vor, durch tiefgründiges Harken und penibles Unkraut jäten. Sinnvoll ist eine Anreicherung der Scholle mit Kompost, Hornspänen, Guano oder einem anderen organischen Dünger. Ein adäquates Pflanzloch ist ca. 25 Zentimeter tief. Bevor Sie die Tomate anpflanzen, legen Sie noch einige Brennnesselblätter hinein.

Setzen Sie die Pflanze ein bis zum unteren Blattpaar. Wenn Sie eine Tomate in leichter Schräglage anpflanzen, fördert diese Maßnahme die Wurzelbildung. Versäumen Sie nicht, bereits jetzt eine Rankhilfe bzw. einen Stützpfahl zu installieren. Zu guter Letzt erhält die Tomate einen reichlich bemessenen Schluck Wasser. Der Pflanzabstand beträgt 50-80 Zentimeter, während der Reihenabstand bei 100 Zentimeter liegen sollte.

Gibt es gute und schlechte Pflanznachbarn?

Tomaten zeichnen sich aus durch eine angenehme Geselligkeit zu anderen Nutzpflanzen. Ausgezeichnete Nachbarschaft besteht zu Basilikum, Dill, Kohlrabi, Porree, Salat, Schnittlauch und Spinat. Eine ebenso dekorative, wie nützliche Gemeinschaft besteht mit Tagetes und Ringelblumen.

Keine guten Pflanznachbarn sind indes andere Nachtschattengewächse sowie Erbsen, Rote Beete, Rotkohl, Erdbeeren und Fenchel. Dringend abzuraten ist von Kartoffeln in unmittelbarer Nähe, weil diese den Befall mit der gefürchteten Kraut- und Braunfäule fördern.

Was ist zu beachten beim Pflanzen von Tomaten im Topf?

In Bezug auf die Standortbedingungen gelten gleiche Prämissen, wie im Beet. Bedenken Sie bei der Wahl des Kübels das raumgreifende Volumen des Wurzelballens. Eine durchschnittliche Größe von 40 Litern gilt als angemessen. Unverzichtbar ist ein Wasserablauf im Boden des Pflanzgefäßes. Darüber wird eine Drainage angelegt aus zerkleinerten Tonscherben, Kieselsteinen oder Splitt.

Sollten Tomatenpflanzen manuell bestäubt werden?

Sofern Sie Tomaten im Beet, auf dem Balkon oder der Terrasse anpflanzen, steht eine Armee an fleißigen Bestäubern Gewehr bei Fuß. Die leuchtenden Blüten locken Bienen, Hummeln und andere Insekten in Scharen an. Ins Gewächshaus verirren sich hingegen zu wenige dieser emsigen Helfer. Darüber hinaus ist die manuelle Befruchtung empfehlenswert, wenn Sie eine spezielle Tomatensorte züchten möchten. So gehen Sie vor:

  • im Verlauf der Blüte die Pflanzen wöchentlich mehrmals schütteln
  • alternativ die Blüten mit einer elektrischen Zahnbürste ab und zu ein wenig rütteln, damit die Pollen fliegen
  • um eine eigene Tomatensorte zu züchten, werden die Pollen einer ausgesuchten Blüte auf die zu befruchtende Blüte mit einem Pinsel übertragen
  • eine Hülle aus Tüll oder Gaze schützt die Blüte vor Fremdbestäubung

Wann sind Tomaten erntereif?

Abhängig von der Tomatensorte, beginnt bei guter Witterung im Juli die Erntezeit. So erkennen Sie reife Früchte:

  • rote Sorten sind komplett durchgefärbt, ohne grüne Flecken
  • grüne, orange oder gelbe Tomaten geben auf Fingerdruck leicht nach
  • die am Fruchtstiel befindliche Sollbruchstelle knickt mühelos ein

Grüne Tomaten werden nicht geerntet. Sie enthalten giftiges Solanin, das sich erst im vollreifen Zustand auflöst. Eine Ausnahme stellen einzig grüne Tomatensorten dar. Im Zweifel lassen Sie grüne Früchte im Keller oder Heizungsraum nachreifen.

Tipps & Tricks
Tomaten können Sie ganz einfach selbst vermehren. Jeder kräftige Geiztrieb eignet sich zum Ableger und gedeiht in nährstoffreichem Substrat im Handumdrehen.

Fragen zum Thema Tomaten

Häufig gestellte Fragen zum Thema Tomaten. Kennen Sie sich aus? Helfen Sie uns und anderen Besuchern durch das Beantworten der Fragen.

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Wann Tomaten auspflanzen? Beantworten
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