Tomaten Krankheiten

Präzise Diagnose und Behandlung von Tomatenkrankheiten

Selbst bei liebevollster Pflege , sind Tomatenpflanzen bedroht von einigen hinterhältigen Krankheiten. Je früher ein Schadbild identifiziert wird, desto effizienter erfolgt die Therapie. Lernen Sie hier bewährte Behandlungsmethoden kennen, im Einklang mit der Natur.

Kraut- und Braunfäule vorbeugen und behandeln

Kommt der Sommer kühl und nass daher, droht eine der wichtigsten Krankheiten für Tomatenpflanzen mit dem Namen Kraut- und Braunfäule . Im Anfangsstadium offenbaren sich braune Flecken auf den Blättern. Es folgt eine weiße Patina, woraufhin das Laub sich schwarz färbt und verwelkt. Innerhalb kurzer Zeit verderben alle Früchte, fallen zu Boden oder verwandeln sich in Mumien. So beugen Sie vor:

  • Tomatenpflanzen unter einem Regendach kultivieren
  • stets an sonnigen, luftigen Standorten pflanzen
  • konsequent ausgeizen und eintriebig züchten
  • mulchen mit Brennnesselblättern, Beinwell, Laub und Stroh

Von infizierten Tomatenpflanzen werden alle befallenen Teile entfernt. Als biologisches Bekämpfungsmittel hat sich ein Zwiebelschalenextrakt bewährt. In 1 Liter Wasser lassen Sie 20 Gramm Zwiebelschalen einige Tage ziehen. Die braune Tinktur pinseln Sie auf die leidenden Tomatenpflanzen. Stärken Sie zugleich die Tomaten mit Spritzungen aus Schachtelhalmtee, Knoblauchschalensud und Lebermoosextrakt.

Blütenendfäule gibt nach wie vor Rätsel auf

Die Ursachen für das Desaster sind bislang nicht restlos geklärt. Die jungen Blätter werden dunkelgrün und deformiert. Auf dem älteren Laub machen sich nekrotische Flecken breit. Das Ende vom Lied sind Blüten und Tomaten, die sich von der Spitze her in ein unappetitliches Schwarz verfärben .

Die Wissenschaftler gehen bei der Blütenendfäule von einer Mangelerscheinung aus. Eine ausreichende Gabe von Nährstoffen und kohlesaurem Kalk soll für Abhilfe sorgen.

Lästige Grünkragen-Krankheit – weder schön, noch gefährlich

Verbleibt ein grüner Kragen an einer ansonsten sattroten Tomate, hat die Grünkragen-Krankheit zugeschlagen. Diese Annahme wird verstärkt, wenn das Fruchtfleisch in diesem Bereich eine harte Konsistenz aufweist. Wenngleich der Verzehr unbedenklich ist, will niemand Tomaten mit Grünkragen ernten. So beugen Sie vor:

  • Tomaten unter einem Regendach anbauen
  • vor praller Mittagssonne schützen
  • vorzugsweise mit Magnesium und Kalium düngen
  • Tomatenpflanzen nicht vor einer Südwand setzen mit stauender Hitze
  • helle Sorten sind weniger anfällig

Mehltau an Tomatenpflanzen mit Vehemenz bekämpfen

Echte Mehltaupilze haben in den vergangenen Jahren verstärkt Tomatenpflanzen heimgesucht. Insbesondere feucht-warme Witterungsverhältnisse fördern einen wachsenden Befallsdruck. Aus scheinbar harmlosen weißen Stellen entwickelt sich ein weißer Pilzrasen auf den Blattflächen. Wenngleich die Früchte nicht betroffen sind, erleiden sie erheblichen Schaden aufgrund der beeinträchtigten Versorgung durch das Laub. So bekämpfen Sie die Pilzinfektion:

  • vorzugsweise resistente Sorten pflanzen
  • Tomaten anbauen im Mischkultur mit Knoblauch, Thymian, Tagetes, Schnittlauch
  • befallene Pflanzenteile unverzüglich abschneiden
  • Lebermoosextrakt als Stärkungsmittel spritzen
  • Stickstoff-Dünger meiden
  • Milch-Wasser-Lösung alle 3 Tage versprühen
Tipps & Tricks
Penible Sauberkeit von der Anzucht an, beugt wirksam einer Infektion vor. Desinfizieren Sie das Werkzeug vor jedem Arbeitsgang mit Brennspiritus oder hochprozentigem Alkohol. Sämtliche Töpfe sollten vor ihrer Verwendung mit heißem Sodawasser gespült werden.

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