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Tomaten im Topf – clevere Alternative zu Freilandtomaten

Der Anbau von Tomaten beschränkt sich längst nicht auf Beet und Gewächshaus. Im Kübel gedeihen Tomatenpflanzen ebenfalls ausgezeichnet. Erfahren Sie hier alle wichtigen Details zur angemessenen Topfgröße, dem idealen Substrat sowie dem richtigen Pflanzen.

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So stimmt die Relation von Tomatensorte und Topfgröße

Für die Kultivierung im Kübel sollte die Tomatensorte mit Bedacht ausgewählt werden. Zentrale Kriterien spielen eine Rolle, wie die Wuchshöhe oder die Größe der Früchte. Ideal ist ein ausgewogenes Verhältnis von Topfgröße zum erwartungsgemäßen Endmaß einer Pflanze. Das kumulierte Gewicht aus Kübel, Substrat, Pflanze und Früchten ist ebenfalls relevant. Die folgende Aufstellung stellt beliebte Kübel-Tomaten und empfehlenswerte Topfgrößen nebeneinander.

  • Minibel, begrenzte Wuchshöhe, Früchte 10 bis 20 Gramm: 2-3 Liter Topfvolumen (17-19 cm)
  • Tiny Tim, Wuchshöhe 30 cm, kleine Früchte: 3-5 Liter Topfgröße (19-23 cm)
  • Balkonstar, populäre Kleinsorte, Früchte bis 50 Gramm: 5-7 Liter Topfvolumen (23-25 cm)
  • Fuzzy Wuzzy, Wuchshöhe 50 cm, rot-gelb gestreifte Früchte, ca. 40 Gramm schwer: 7-9 Liter Topfgröße (25-27 cm)

Es sind insbesondere die Cocktailtomaten, die sich für die Züchtung im Kübel anbieten. Allen voran die Sorten ‚Sweet Million‘, ‚Piccolino‘ oder ‚Gold Nugget‘, die mit einer Wuchshöhe von 100-150 Zentimetern allerdings ein Kübelvolumen von mindestens 40 Litern erfordern.

Nicht alleine die Topfgröße entscheidet

Zweifellos sollte der raumgreifende Wurzelballen einer Tomatenpflanze genügend Platz im Kübel finden. Darüber hinaus achten kundige Hobbygärtner darauf, dass sich im Topfboden mindestens eine Öffnung befindet. Überschüssiges Gießwasser sollte ablaufen können, damit sich keine Staunässe bildet.

Die Farbe gilt als weiteres, maßgebliches Attribut. So wärmeliebend Tomaten auch sind; im schwarzen Kübel heizt sich das Substrat unter der Sonne deutlich zu stark auf. Ideal sind helle Farbtöne, die zugleich für ein fröhliches Ambiente sorgen auf Balkon und Terrasse.

Tomaten im Topf richtig pflanzen

Sind die Entscheidungen getroffen hinsichtlich Sorte, Topfgröße, Farbe und Standort, steht die Pflanzung auf dem Programm. Als Substrat eignet sich handelsübliche Gemüseerde, die angereichert wird mit Kompost und humoser Gartenerde. Ab Mitte Mai dürfen die vorgezogenen oder fertig gekauften Jung-Tomaten ins Freie. Die Tomaten richtig zu pflanzen, ist nicht schwer:

  • den Wasserabzug bedecken mit einer Drainage aus Tonscherben, Kies, Perlite oder Splitt
  • darüber ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies ausbreiten
  • den Kübel zur Hälfte mit Substrat füllen
  • mittig die Tomatenpflanze und einen Stützstab setzen
  • die restliche Pflanzerde einfüllen und wiederholt mit der Faust andrücken, damit sich keine Luftlöcher bilden
  • sinnvoll ist ein Gießrand von 2-3 Zentimetern

Zu guter Letzt gießen Sie die Tomatenpflanze großzügig an. Idealerweise verwenden Sie hierzu leicht temperiertes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser.

Tipps & Tricks
Selbst bei kleinwüchsigen Tomatensorten im Topf kommt im Laufe der Saison ein beträchtliches Gewicht zusammen, insbesondere nach dem Gießen. Es ist folglich empfehlenswert, den Kübel grundsätzlich auf einem Pflanzenroller zu platzieren. Bei Bedarf ist die Tomatenpflanze somit jederzeit mobil, wenn ein Standortwechsel gewünscht ist.

Fragen zum Thema Tomaten

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