Roter Hartriegel Sichtschutz
Der Rote Hartriegel ist zwar nicht immergrün, bietet aber auch im Winter einen hübschen Sichtschutz

Roter Hartriegel – heimisches Gehölz für dichte Hecke

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) ist nicht nur ästhetisch ein sehr ansprechendes Gehölz, sondern - als einheimisches Gewächs - ökologisch äußerst wertvoll. Die Blüten dienen Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten als wertvolle Weide, die im Herbst reifen Früchte Vögeln und anderen Wildtieren als nicht minder wichtige Nahrung. Seinen Namen hat der sommergrüne Strauch übrigens sowohl von seinem rötlich gefärbten Holz als auch von der bezaubernden, kräftig roten Herbstfärbung. Diese kommt besonders gut bei einer Heckenpflanzung zur Geltung.

Prima geeignet als Hecken- oder Böschungsbepflanzung

Der Rote Hartriegel eignet sich sehr gut zur Pflanzung einer hohen und – aufgrund seiner sehr guten Verzweigung – auch dichten Hecke. Aufgrund seiner vielen, bodenverdichtend arbeitenden Wurzelausläufer ist zudem ein Einsatz als Böschungsbepflanzung denkbar – beispielsweise um abschüssige Gräben zu befestigen und somit zu sichern. Neben einer reinen Hartriegel-Hecke können Sie das Gehölz auch für eine Mischbepflanzung verwenden, etwa in Kombination mit Rhododendron, Buchsbaum oder Thuja.

Standort und Pflege der Hecke

Da der Rote Hartriegel, der manchmal auch als Blutroter Hartriegel bezeichnet wird, sehr starkwüchsig ist, sollten Sie die jungen Pflanzen für eine Hecke im Abstand von etwa einem Meter pflanzen. Das Gehölz kann etwa fünf Meter hoch und mindestens drei Meter breit werden, benötigt daher sehr viel Platz. Pflanzen Sie den Hartriegel am besten an einen sonnigen bis licht halbschattigen Standort mit feuchtem, leicht saurem Boden. Damit die Bodenbedingungen optimal bleiben, empfiehlt sich ein Mulchen. Dies schützt die Hecke zudem in den heißen Sommermonaten vor einem Austrocknen, wobei Sie die Sträucher in trockenen Phasen regelmäßig wässern sollten. Als einheimisches Gewächs ist der Rote Hartriegel absolut winterhart.

Hartriegel-Hecke kann kräftig zurückgeschnitten werden

Ein weiteres Argument für eine Pflanzung als Hecke ist die absolute Schnittverträglichkeit des Roten Hartriegels. Das Gehölz verträgt problemlos auch einen kräftigen Rückschnitt, wobei der beste Zeitpunkt für eine solche Maßnahme direkt nach der Blüte ist. Auch ein regelmäßiges Auslichten ist sinnvoll, um altes Holz zu entfernen und somit den schönen, rötlichen Jungtrieben – sowie natürlich einer besseren Verzweigung – den Weg zu ebnen.

Tipps & Tricks
Rinde, Blätter und Wurzeln des Roten Hartriegels sind leicht giftig, seine Früchte jedoch nur in rohem Zustand ungenießbar. Sie können diese jedoch zu Marmelade, Gelee oder Fruchtsaft verkochen – besonders gut schmecken solche Produkte zusammen mit süßen Äpfeln.

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