Tomaten keimen

Wie lange beträgt die Keimdauer von Tomaten?

In den hiesigen Regionen ist es viel zu kalt, um Tomaten direkt im Beet auszusäen. Im geschützten Ambiente auf der Fensterbank gelingt die Anzucht dagegen bestens. Wie lange die Keimdauer beträgt und welche Faktoren Einfluss nehmen, erfahren Sie hier.

Optimale Bedingungen für eine zügige Keimdauer

Tomatenpflanzen entstammen den warmen Regionen Südamerikas. Ihre Vorliebe für sommerliche Temperaturen äußert sich bereits im Rahmen der Aussaat. Wem es gelingt, Tomatensamen ein feucht-warmes Mikroklima zu bieten bei konstanten 20 bis 24 Grad Celsius, darf sich nach 10 bis 14 Tagen über die ersten Keimlinge freuen. Mit jedem Grad unterhalb der idealen Keimtemperatur verlängert sich die Keimdauer um mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen.

Richtige Aussaat begünstigt die Keimung

Wenngleich der Wärmegrad als Dreh- und Angelpunkt gilt für die Keimdauer, nehmen folgende Faktoren immerhin noch einen gewissen positiven Einfluss auf den Prozess.

  • möglichst frische Tomatensamen verwenden
  • über Nacht quellen lassen in warmem Wasser, Kamillen- oder Knoblauchtee
  • Anzuchtsubstrat vor der Verwendung sterilisieren im Backofen oder der Mikrowelle
  • die Samen als Lichtkeimer nur minimal mit Erde bedecken
  • Saatgefäße niemals praller Mittagssonne aussetzen
  • das Saatgut konstant feucht halten
  • idealerweise von unten gießen, ohne Staunässe zu verursachen

Darüber hinaus spielt der Zeitpunkt einer Anzucht von Tomatenpflanzen eine Rolle für das erfolgreiche Resultat. Sofern ein beheiztes Treibhaus zur Verfügung steht, gilt als idealer Starttermin die letzte Februarwoche. Im Zimmer auf der Fensterbank kommt ein Beginn ab Mitte März in Betracht.

Alte Tomatensorten verlangen nach höherer Keimtemperatur

Sie sind im Trend, die historischen Tomatensorten. Überzeugende Pluspunkte, wie eine höhere Resistenz gegen Krankheiten und aromatischer Geschmack, sprechen für viele Klassiker. Zu beachten ist dabei eine vergleichsweise lange Keimdauer von 4 bis 6 Wochen, bei Temperaturen von 20 bis 24 Grad Celsius. In diesem Ausnahmefall ist es erlaubt, die Wärme auf maximal 30 Grad zu steigern.

Tipps & Tricks
Ein beheiztes Zimmergewächshaus stellt eine durchaus kostspielige Investition dar. Sparfüchse unter den Hobbygärtner verwenden ein einfaches Mini-Treibhaus und stellen es auf eine preisgünstige Heizmatte.

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