Krautfäule Tomaten bekämpfen

Braunfäule an Tomaten bekämpfen durch wirksame Vorbeugung

Überlassen Sie nicht der Braunfäule die Herrschaft im Tomatenbeet. Wenngleich es an unmittelbaren Bekämpfungsmitteln bislang fehlt, sind Sie nicht wehrlos. So vereiteln Sie im Vorfeld eine Attacke der hinterlistigen Pilzsporen auf ihre selbst gezüchteten Tomatenpflanzen.

Die ersten Symptome richtig identifizieren

Je frühzeitiger Sie das drohende Ungemach erkennen, desto effizienter wirken sich Ihre Gegenmaßnahmen aus. Behalten Sie während der gesamten Tomatensaison das Wetter im Auge. Die Erreger der Braunfäule werden erst aktiv nach länger andauerndem Regen bei warmen Temperaturen. Kommen dann folgende Merkmale hinzu, besteht dringender Handlungsbedarf:

  • auf Stängeln und Blättern zeigen sich verschwommene, braune Flecken
  • auf der Blattunterseite bildet sich eine weiße Patina
  • das gesamte Laub färbt sich braun, dann schwarz und fällt ab
  • die Früchte sind übersät mit glasigen, braunen Sprenkeln

Zu guter Letzt platzen die Tomatenschalen auf und die Früchte fallen zu Boden. So weit sollten Sie es nicht kommen lassen, denn in diesem Spätstadium hilft nur eine komplette Rodung der gesamten Pflanzung.

Die Braunfäule stets im Visier – vom Pflanzen bis zur Ernte

Erfahrene Hobbygärtner richten das gesamte Prozedere im Tomatenanbau aus auf die Abwehr der Braunfäule. Die Maßnahmen setzen ein bei der Standortwahl. Je sonniger und luftiger die Lage, desto rascher trocknen die Pflanzen ab. Je weiter entfernt vom Kartoffelbeet, desto geringer die Infektionsgefahr. Im Gewächshaus sinkt die Gefahr von Braunfäule auf ein Minimum. Alternativ errichten Sie ein Regendach oder verwenden Tomatenhauben.

  • Tomaten idealerweise eintriebig züchten
  • grundsätzlich in den frühen Morgenstunden wässern
  • niemals über die Blätter gießen
  • mulchen mit Stroh und Laub, um Spritzwasser zu reduzieren
  • im unteren Bereich bis 40 Zentimeter das Laub entfernen
  • wiederholt ausgeizen
  • regelmäßig mit Stärkungsmitteln behandeln, wie Lebermoosextrakt oder Schachtelhalmbrühe

Kommt es aus irgend einem Grund zu einer Verletzung an Tomatenpflanzen, wird das Wundgewebe unverzüglich behandelt. Ein Zwiebelschalenextrakt wirkt hier wahre Wunder. Sie gießen 1 Liter Wasser über 20 Gramm Zwiebelschalen. Nach einigen Tagen entsteht eine bräunliche Tinktur, die Sie abseihen. Pinseln Sie damit gefährdete Stellen an einer Pflanze ein, hält der Wirkstoff Krankheitserreger und Schädlinge fern.

Sind befallene Früchte noch genießbar?

Wurde eine Tomatenpflanze heimgesucht von der Braunfäule, sollten die Früchte nicht mehr verzehrt werden. Bereits im Anfangsstadium der Infektion bilden sich pflanzeneigene Abwehrstoffe (Phytoalexine). Diese chemischen Verbindungen wirken auf den menschlichen Organismus giftig.

Tipps & Tricks
Buschtomaten fallen in der Regel einer Infektion mit Braunfäule zuerst zum Opfer, weil sie langsamer abtrocknen. Wenn Sie auf den Anbau dieser Sorten nicht verzichten möchten, sollten Buschtomaten in angemessener Entfernung zu Stabtomaten gepflanzt werden – außerhalb der Hauptwindrichtung.

Fragen zum Thema Tomaten

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